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DÜSSELDORF (awp international) - Im Ringen um die Rettung des Solarunternehmens Conergy bahnt sich laut einem Pressebericht eine unerwartete Wendung an. Der US-Finanzinvestor York Capital strebe die Übernahme eines wesentlichen Aktienpakets an, berichtet das Handelsblatt (Donnerstagausgabe) und beruft sich auf Finanzkreise. Dazu erwerbe York Capital Kredite, die Banken Conergy gewährt hatten. Bei einer späteren Umwandlung der Kredite in Aktien würde der Finanzinvestor mit einem Schlag zum Grossaktionär der Solarfirma. York äusserte sich der Zeitung zufolge dazu nicht.
Das Geschäft würde sich - wenn alles nach Plan läuft - doppelt für die Finanzgesellschaft rechnen, berichtet das Blatt weiter. Da Conergy in den vergangenen Jahren gegen die Pleite ankämpfen musste, hätten viele Banken die Kredite teilweise abgeschrieben. "Einige haben diese mit 20 Prozent, andere mit 80 Prozent des ursprünglichen Wertes in den Büchern stehen", sagte ein an dem Verfahren beteiligter Banker der Zeitung. York Capital kann die Conergy-Kredite also mit einem Abschlag übernehmen. Bei einer Umwandlung der Fremdmittel in Eigenkapital würden die Amerikaner zum ersten Mal profitieren, beim späteren Verkauf der Conergy-Aktien ein zweites Mal.
York könnte den Überlegungen zufolge auch Conergy-Aktien aus dem Bestand der Commerzbank übernehme, zitiert das Blatt Verhandlungsteilnehmer. Die Commerzbank ist nicht nur grösster Kreditgeber, sondern auch grösster Aktionär. Ihren Anteil von ursprünglich 37 Prozent habe die Bank auf etwas über 30 Prozent reduziert. Die Commerzbank äusserte sich dem Blatt gegenüber nicht dazu.
Bis der Deal aber in trockenen Tüchern sei, stünden zwischen den Banken und Conergy harte Verhandlungen an. Die beiden Fraktionen ringen seit Monaten um eine Lösung, eine zunächst für Ende März angepeilte Verlängerung des Kreditpakets über 250 Millionen Euro kam nicht zustande. Erschwert wurden die Gespräche durch die mit 19 Banken hohe Zahl von Gläubigern. Mit dem Einschreiten von York Capital habe sich nun die Reihe der Kreditgeber gelichtet, heisse es.
Conergy-Chef Dieter Ammer betonte, dass sich die Verhandlungen auf einem guten Wege befänden. "Ich bin mir sicher, dass wir bis Ende Juli zu einer Lösung kommen werden", sagte er der Zeitung. Zum Stand der Gespräche machte er keine Angaben./stb

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