Produzenten- und Importpreise im Januar gesunken
Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz sind im ersten Monat des neuen Jahres erneut gesunken. Auf Jahresbasis fiel der entsprechende Index im Januar damit noch deutlicher in den negativen Bereich.
(Keystone-SDA) Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) sank im Januar 2026 um 0,2 Prozent auf 99,8 Punkte (Neue Basis, Dezember 2025 = 100). Der Produzentenpreisindex ging dabei um 0,2 Prozent zurück, der Importpreisindex sogar um 0,5 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.
Sinkende Preise wurden im Produzentenpreisindex vor allem für Elektrizität, Bestrahlungs-, Elektrotherapie- und elektromedizinische Geräte, Mineralölprodukte und Schlachtschweine verzeichnet. Teurer wurden dagegen Uhren.
Für den Rückgang des Importpreisindexes waren laut BFS insbesondere Mineralölprodukte, pharmazeutische Spezialitäten sowie Erdöl und Erdgas verantwortlich. Billiger wurden auch medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien, Rohkaffee, Metallprodukte, Tablets und elektronische Bauelemente und Leiterplatten. Steigende Preise zeigten demgegenüber Kern- und Steinobst, Metalle und Metallhalbzeug sowie Gemüse, Melonen und Kartoffeln.
Auf Jahresbasis stand beim PPI damit zum 33. Mal in Folge ein Minus zu Buche. Gegenüber Januar 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2,2 Prozent tiefer. Beim Importpreisindex war das Minus im Berichtsmonat mit 3,5 Prozent dabei erneut deutlich höher als beim Produzentenpreisindex mit 1,5 Prozent.
Tiefster Wert seit 5 Jahren
Das Jahresminus von 2,2 Prozent ist das höchste seit mehr als 5 Jahren. Im Dezember 2020 war die PPI-Jahresrate mit 2,3 Prozent letztmals tiefer im Minus. Ein Grund für die deutlich rückläufigen Importpreise dürfte vor allem der starke Franken bzw. der schwache Dollar sein. So kostet ein Dollar aktuell noch 77 Rappen, Anfang 2025 waren es noch mehr als 90 Rappen gewesen.
Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im Januar 2026 bei +0,1 Prozent.