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Proteste in Salzgitter sollen Alstom zum Umdenken bringen

SALZGITTER (awp international) - Mehrere tausend Beschäftigte von Unternehmen aus Salzgitter haben am Mittwochvormittag mit Protesten gegen die Sparpläne beim französischen Bahntechnik-Hersteller Alstom begonnen. Betriebsräte und IG Metall hatten unter anderem Kollegen von VW , MAN , Bosch und der Salzgitter AG zu der Demonstration aufgerufen. Sie bekamen Unterstützung von Ministerpräsident David McAllister (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel, Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) und IG-Metall-Bezirkschef Hartmut Meine. Nach Angaben der Gewerkschaft kamen mehr als 5000 Mitarbeiter zu der Kundgebung.
Im Alstom-Werk brodelt es seit Monaten. Der Konzern will durch die Verlagerung des Bahn-Rohbaus nach Polen 700 Stellen abbauen, die Gewerkschaft befürchtet die Streichung von doppelt so vielen Jobs. McAllister hatte das Management wegen der Kürzungspläne scharf kritisiert. "Ich finde es völlig unbegreiflich, dass die Konzernführung die ausgestreckte Hand der Arbeitnehmer nicht ergreift", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Mehrere Gesprächsrunden waren bisher ohne Ergebnis geblieben.
"Mit meiner Teilnahme an der Demonstration möchte ich deutlich machen, dass die Landesregierung solidarisch die Forderungen der Arbeitnehmer unterstützt", erklärte McAllister. Meine verlangte von der Alstom-Geschäftsführung ein neues Konzept für den Standort: "Während der Markt brummt, will Konzernchef Kron Kapazitäten stilllegen. Ich fordere ihn auf, endlich Aufträge nach Salzgitter zu holen." Alstom wollte sich am Mittag zu den Protesten äussern./jap/poe/mow/DP/fn

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