Ruag hat nach Hackerangriff Lösegeld an Erpresser bezahlt
Der bundeseigene Rüstungskonzern Ruag hat Hackern Lösegeld bezahlt. Damit ging der Bundeskonzern auf die Forderung der Hackergruppe Akira ein, die im vergangenen Herbst die Ruag-Tochterfirma LLC in den USA gehackt und erpresst hatte.
(Keystone-SDA) «Wir haben bezahlt, einen kleinen Betrag, und haben glücklicherweise alle Daten zurückerhalten», sagte Ruag-Verwaltungsratspräsident Jürg Rötheli am Samstag im Schweizerischen Radio SRF. Eine genaue Summe nannte er nicht.
Die Hacker hatten im Herbst 2025 Daten aus den Systemen der US-Tochter gestohlen und mit deren Veröffentlichung gedroht.
Der Entscheid steht im Widerspruch zu den Empfehlungen des Bundesamts für Cybersicherheit (Bacs), das grundsätzlich davon abrät, Lösegeld an Cyberkriminelle zu bezahlen. Solche Zahlungen könnten weitere Angriffe fördern und zur Finanzierung krimineller Aktivitäten beitragen.