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Rückblick auf diplomatischen Eklat Erstmals seit 1999 besucht chinesischer Präsident die Schweiz

Kommende Woche kommt mit Xi Jinping erstmals seit 1999 wieder ein chinesischer Präsident in die Schweiz auf Staatsbesuch. Damals war es in Bern zum Eklat gekommen, nachdem tibetische Sympathisanten "Free Tibet"-Transparente entrollt hatten.

Der Bundesrat empfängt den chinesischen Präsidenten Xi Jinping "als Ausdruck der politisch und wirtschaftlich zunehmend engeren Beziehungen zwischen der Schweiz und China", wie die Landesregierung am Freitag mitteilteexterner Link. Geplant sind Reden, Gespräche und ein Gala-Dinner.

Die Beziehungen zum Reich der Mitte waren auch schon kühler. So hatte der letzte Staatsbesuch 1999 zu einem regelrechten diplomatischen Eklat geführt: Während dem offiziellen Empfang des Staatspräsidenten Jang Zemin mit militärischen Ehren auf dem Bundesplatz hatten tibetische Sympathisanten auf den umliegenden Hausdächern "Free Tibet"-Transparente entrollt.

Der Magistrat war erzürnt und wollte nicht derart empfangen werden. Er verweigerte Bundespräsidentin Ruth Dreifuss den Handschlag und setzte sich ins Bundeshaus ab, wo er seine Rede hielt. "Sie haben einen guten Freund verloren", sagte er dort wutentbrannt. Seither haben sich die Beziehungen wesentlich verbessert und gipfelten in der Unterzeichnung des Freihandels-Abkommens von 2014.

(Fotos: Keystone)

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