Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

AMSTERDAM/ESSEN (awp international) - Das Oberste Gericht der Niederlande hat die Übernahme von Anteilen am einzigen niederländischen Atomkraftwerk durch den Energiekonzern RWE bis auf weiteres blockiert. Der Hoge Raad bestätigte mit dieser vorläufigen Entscheidung am Freitag eine einstweilige Verfügung des Bezirksgerichtes in Arnheim. Dieses hatte dem niederländischen Strom- und Gasunternehmen Essent den Verkauf seiner 50-Prozent-Beteiligung am Kernkraftwerk Borssele in der Provinz Seeland an private Eigentümer untersagt.
RWE hofft nach eigenen Angaben weiter auf eine gegenteilige Entscheidung zum Abschluss des noch laufenden Hauptsacheverfahrens in dieser Sache.
Die Übernahme von Essent durch RWE war 2009 nur unter der Voraussetzung genehmigt worden, dass Borssele bis auf weiteres in öffentlicher Hand bleibt. Gegen den Verkauf der Anteile des Essent- Konzerns, der einst grösstenteils im Besitz niederländischer Gemeinden war, hatte der öffentliche Stromversorger Delta geklagt, dem die andere Hälfte an Borssele gehört. Zur Begründung erklärte Delta, das einzige Atomkraftwerk der Niederlande müsse unter Kontrolle des Staates bleiben. Die 50-Prozent-Beteiligung von Essent wurde gemäss dem früheren Richterspruch in eine neue Gesellschaft ausgegliedert.
Dadurch hatte sich der Kaufpreis für Essent um 950 Millionen Euro auf 8,3 Milliarden Euro reduziert. Mit Ausnahme von Borssele hatte RWE die Übernahme seines niederländischen Konkurrenten im September 2009 unter Dach und Fach gebracht, abgesehen von dem Atomkraftwerk übernahmen die Essener 100 Prozent der Anteile an dem niederländischen Unternehmen mit Sitz in Arnheim. RWE wurde damit auch zu einem der führenden Energieversorger in der Benelux-Region.
Das Hauptsacheverfahren, in dem grundsätzlich geklärt werden soll, ob die Borssele-Anteile übertragen werden können, steht noch am Anfang. "Wir glauben weiterhin, dass RWE erlaubt wird, die 50- Prozent-Beteiligung zu erwerben", sagte eine Konzernsprecherin. RWE könne ein guter Partner für Borssele und Delta sein./bur/DP/tw

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???