SBB nehmen Grossprojekt zwischen Zürich und Winterthur in Angriff
Die SBB dürfen die Strecke zwischen Zürich und Winterthur auf vier Spuren ausbauen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die hängigen Beschwerden abgelehnt.
(Keystone-SDA) Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes bedeutet grünes Licht für das grösste Ausbauprojekt Mehrspur Zürich-Winterthur der SBB, das im Sommer 2023 öffentlich auflag. Das Urteil ist rechtskräftig, wie es bei der SBB am Montag auf Anfrage hiess.
Die SBB werden nun das definitive Bauprogramm festlegen und die Anwohnerinnen und Anwohner informieren, heisst es in einer Medienmitteilung der SBB. Die Bauzeit dauere insgesamt rund zehn Jahre. Die ersten Vorbereitungen zum Einrichten der Baustellen werden Anfang 2026 starten.
Doppelspur durch Brüttenertunnel
Geplant sind eine neue Doppelspur durch den Brüttenertunnel, der Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur-Töss sowie weitere Massnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Winterthur.
Damit soll der heutige Kapazitätsengpass im Bahnnetz zwischen Zürich und Winterthur behoben werden. Kernstück dieses Grossprojektes ist der rund 8,3 Kilometer lange Brüttenertunnel, der auch eine rund ein Kilometer lange Abzweigung Richtung Flughafen Zürich umfasst.
Die Kosten für die geplanten Ausbauten zwischen Zürich und Winterthur betragen rund 3,3 Milliarden Franken. Finanziert wird das Projekt aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes, in den unter anderem Bund und Kantone einzahlen. Die Inbetriebnahme des Angebots ist laut den SBB ab Mitte der 2030-Jahre möglich.