The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter

Schweiz besiegt Deutschland nach Verlängerung

Keystone

Die Schweiz hat auch ihr zweites Spiel an der Eishockey-Weltmeisterschaft für sich entschieden und die Zwischenrunde ereicht. Captain Mark Streit schoss das 3:2 gegen den Erzrivalen Deutschland allerdings erst in der Verlängerung.

Den goldenen Treffer zum 3:2 nach 78 Sekunden der Verlängerung erzielte Mark Streit mit einem abgefälschten Distanzschuss.

Der Sieg war hoch verdient, die Krueger-Boys hatten ab dem zweiten Drittel deutlich mehr vom Spiel. Allerdings harzte es wie schon gegen Frankreich mit der Umsetzung, allein in letzten Abschnitt betrug das Schussverhältnis 14:4.

Schon das letzte Drittel der regulären Spielzeit bot punkto Spannung alles, was die Vergleiche beider Nachbarn so faszinierend macht. Zuerst konnten die Schweizer während 58 Sekunden eine doppelte numerische Überzahl nicht nutzen, später hatten die Deutschen 17 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis.

Beide Teams hatten auch einen Matchpuck, zuerst schoss NHL-Star Jochen Hecht völlig freistehend daneben, dann traf Roman Wick aus bester Lage nur den Pfosten.

Ernüchterung für die Schweizer

Den Führungstreffer erzielte in der 7. Minute Christoph Ullmann, der einen Abpraller verwertete. Nur 130 Sekunden später gelang Roman Wick bei seinem ersten Einsatz aber der Ausgleich aus nächster Distanz und nach idealem Zustand von Romano Lemm.

Weitere 100 Sekunden später hätte der Kloten-Torjäger aus praktisch identischer Position erneut treffen können scheiterte diesmal aber an Dimitri Pätzold.

Nach dem 2:1 mit einem Distanzschuss von Mathias Seger (24.) hatten die Schweizer mehrere Chancen zum 3:1, die klarste in einem Powerplay. Statt der Vorentscheidung aber die grosse Ernüchterung: Die Schweizer begingen in der Vorwärtsbewegung einen Fehler und den Konter verwertete Christoph Schubert im zweiten Anlauf. Der Verteidiger der Ottawa Senators kannte gegen seinen langjährigen Klubkollegen und guten Kumpel Martin Gerber kein Pardon.

Wenig Finessen

Die Partie bot wenige Finessen, dafür viele Emotionen. Besonders im Mitteldrittel geriet den finnischen Unparteiischen die Partie phasenweise fast ausser Kontrolle.

Das Spiel fand vor 11 423 Zuschauern in der ausverkauften PostFinance-Arena in Bern statt.

swissinfo und Agenturen

Schweiz-Deutschland: 3:2 nach Verlängerung (1-1 1-1 0-0)

Klassement

1. Schweiz 2/5
2. Russland 1/3
3. Deutschland 2/1
4. Frankreich 2/0

Die Eishockey-WM 2009 mit den besten 16 Nationalteams findet bis am 10. Mai im Hauptaustragungsort Bern und in Kloten statt.

Von den 56 Partien finden 32 in der PostFinance-Arena in Bern statt (inkl. alle Finalspiele), 24 Spiele in der Arena Zurich-Kloten.

Favorisiert sind Titelveteidiger Russland und Kanada.

Ziel der Schweiz, aktuelle Nr. 8 der Weltrangliste, ist das Viertelfinale. Für das Erreichen des Halbfinales wäre ein absoluter Exploit des Teams von Coach Ralph Krueger nötig.

Die Hoffnungen im Schweizer ruhen auf den beiden NHL-Stars Mark Streit und Martin Gerber sowie dem Riesen Ryan Gardner, der 196 Zentimeter misst.

Die Organisatoren unter Präsident Gian Gilli erwarten rund 300’000 Fans.

Einen Tag für WM-Beginn waren bereits knapp 260’000 Tickets verkauft. Damit ist die Gesamtbesucherzahl der WM 1998 in der Schweiz bereits deutlich übertroffen.

Die PostFinance-Arena in Bern fasst an der WM 11’500 Zuschauer, die Arena Zurich-Kloten 6700.

In den beiden WM-Stadien sind 1100 freiwillige Helfer im Einsatz.

Das Gesamtbudget der Organisatoren beläuft sich auf rund 35 Mio. Franken.

Für den Grossanlass haben sich rund 800 Journalisten akkreditiert.

Die 56 Spiele werden von 190 TV-Stationen in über 100 Länder übertragen.

Gesamthaft verfolgen 800 Millionen Zuschauer die WM am Fernsehen.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft