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Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Heute führen wir Sie an den See – in ein "klimatisiertes Zelt" – und in die Berge: ins Hochgebirge, wo mangelnder Respekt tödlich sein kann; auf Alpweiden, denen das Wasser ausgeht; und zum Triftgletscher, wo ein Stausee-Projekt für rote Köpfe sorgt.  

Liebe Grüsse aus Bern

Keystone / Handout

Weg vom Atomstrom, hin zu erneuerbaren Energien. Das ist die Energiepolitik der Schweiz. Aber der Ausbau von Wasserkraftwerken ist umstritten, sogar bei den Grünen. Ganz hitzig verläuft die Debatte um das Stauseeprojekt am Triftgletscher im Berner Oberland.

Ein Gebirgstal mit einer weitgehend unberührten alpinen Landschaft unter Wasser setzen? Das gab es in der Schweiz seit dreissig Jahren nicht mehr. Aber jetzt wollen Kraftwerkbetreiber dies mit einem Gebiet über dem Gadmental im Osten des Kantons Bern tun.

Heute tritt eine 40-köpfige Gruppe von Umweltschützern mit Prominenten an die Öffentlichkeit. Das Komitee geht auf Konfrontationskurs zu den grossen Umweltorganisationen WWF und Pro Natura, die das Projekt unter Auflagen akzeptiert haben. 

sda-ats

Das sonnige Wetter zieht derzeit besonders viele Touristen in die Alpen. Manche wollen die berühmten Gipfel erklimmen, und einige stürzen dabei ab. Häufige Unfallursache ist der mangelnde Respekt vor dem Berg.

Laut einem Gefahrenexperten des Schweizer Alpenclubs orientieren sich vor allem unerfahrene Berggänger zu wenig über die aktuelle Situation und überschätzen sich. Die Alpen würden manchmal als Freizeitpark angesehen, mit wenig Kenntnis von der Natur.

Neben den altbekannten Risiken bei Bergtouren kommen infolge Klimaerwärmung neue hinzu. Das Auftauen des Permafrosts (dauerhafte Bodentemperatur unter Null Grad) kann zu Steinschlag führen. Das Tückische daran ist, dass man es dem Felsen nicht ansieht.

In den letzten Tagen meldeten die Medien fast täglich den Tod von Bergsteigern. Im ersten Halbjahr 2019 sind in den Schweizer Bergen bereits 56 Alpinistinnen und Alpinisten umgekommen, und die unfallträchtigsten Monate stehen noch bevor.

immagine aerea di un campeggio sulla riva di un lago
Campofelice Camping Village

Weshalb verbringen immer mehr Leute ihren Urlaub auf dem Campingplatz? Wegen der Nähe zur Natur? Auf Klimaanlage und Internet-Anschluss wollen viele aber nicht verzichten, zeigt unsere Reportage vom grössten Camping der Schweiz.

Am Seeufer, Gebirgsbächlein oder Waldrand das Zelt aufschlagen, dem Rauschen des Wassers, dem Gesang der Vögel oder dem Zirpen der Grillen zuhören und abends am Lagerfeuer Lieder singen. Das war einmal.

«Heutzutage sieht man nur noch sehr wenige Menschen mit klassischen Zelten. Anstelle des Topfs auf dem Feuer bevorzugen sie ein Glaskeramik-Kochfeld«, sagt der Direktor des Campofelice Camping Village.

  • Welche Ansprüche moderne Camping-Urlauber sonst noch haben, hat mein Kollege Luigi Jorio vor Ort recherchiert.
  • Ein Sammler hat Tausende Gegenstände aus der Zeit zusammengetragen, als sich Camping in der Schweiz etablierte. Das Schweizer Fernsehen SRFExterner Link hat den Sammler besucht.
sda-ats

Trockene Jahre und wärmere Sommer werden häufiger als in der Vergangenheit. Das bekommen auch die Milchkühe auf der Alp zu spüren. Immer mehr Älpler fordern deshalb Wasserversorgung per Helikopter. Aber langfristig geht das nicht.

In den Schweizer Alpen besteht zwar kein genereller Wassermangel, aber manchenorts ist das Wasser nicht dort, wo es gebraucht würde. In den «Dürrejahren» 2015 und 2018 nutzten viele Alpbetriebe die Hubschrauber-Versorgung, weil ihre Quellen versiegten.

Die Wasserversorgung der Alpen auf dem Luftweg kann langfristig aber keine Lösung sein. Deshalb suchen die Behörden nun alternative Lösungen.   

  • Was die Verantwortlichen in den Freiburger Alpen unternehmen, hat die Westschweizer Tageszeitung La LibertéExterner Link recherchiert. (französischer Text, Paywall)
  • Im Jura hat es wegen der Trockenheit zu wenig Futter auf den Weiden, berichtete die BauernzeitungExterner Link.
zVg

Sind Sie ausgewandert, um sich für eine soziale Sache zu engagieren? Einige Schweizerinnen und Schweizer haben ihr Herkunftsland wegen der Arbeit verlassen, andere wollen ein soziales Projekt entwickeln.

«Alles war traurig.» Diesen Eindruck hatte Franziska Simo-Gilgen, als sie zum ersten Mal das Waisenhaus in der rumänischen Stadt Miercurea Ciuc besuchte. Vor mehr als zwanzig Jahren kam die Bernerin hierher, um als Freiwillige zu arbeiten.

Sie kümmert sich um HIV-positive Kinder. Simo-Gilgen hat Bulgarien nie wieder verlassen. Mit ihrem Mann Jozsef gründete sie dort eine Familie (siehe Bild). Zusätzlich zu ihren drei Kindern nimmt sie weiterhin HIV-positive Kinder auf.

Dass sie an einer Art Helfersyndrom leidet, bestreitet Simo-Gilgen. «Ich opfere mich nicht auf und ich fühle keinen inneren Zwang, diese Arbeit zu verrichten», sagt die 47-jährige Schweizerin. In der Schweiz – so sagt sie – wäre ihr der Alltag zu langweilig.

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Und noch zur Erinnerung: Am 20. Oktober wählen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihr neues Parlament. Ihre Stimme ist schon hart umkämpft. 

Dabei geht es um die 200 Volksvertreterinnen und -vertreter im Nationalrat und die 46 Mitglieder des Ständerats (Genau genommen sind es deren 45: Der Kanton Appenzell Innerrhoden wählte seinen Standesvertreter bereits an der Landsgemeinde vom 28. April 2019).

Favoriten sind die Grünen, die Sozialdemokraten und die Grünliberalen – sie waren die Gewinner der letzten kantonalen Wahlen. Die Schweizerische Volkspartei dagegen, landesweit die stärkste Partei, musste auf Kantonsebene stark Federn lassen.

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