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Ein Panzer fährt auf einer staubigen Strasse.

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Heute geht es politisch zu und her: Die Haltung der Schweiz gegenüber Erdogans Militäroffensive im Norden Syriens, der endgültig beigelegte Steuerstreit zwischen Bern und Brüssel und ein nächstes Kapitel in der Geschichte um den Schweizer "Pannenzug" stehen auf dem Menu. Und: Eine kleine literarische Überraschung.

Liebe Grüsse aus Bern

Ein Panzer fährt auf einer staubigen Strasse.
Keystone / Str

Die türkische Militäroffensive im Norden Syriens beschäftigt auch die Schweiz. Das Aussendepartement reagiert zurückhaltend. Politiker verschiedener Parteien zeigen sich enttäuscht.

Mehrere Länder und die EU verurteilten das Vorgehen der Türkei. Die Schweiz rief lediglich alle Seiten dazu auf, von Kampfhandlungen abzusehen und das Völkerrecht zu respektieren.

Hinter den Kulissen war Bern aber schon früher aktiv geworden, wie Medien heute berichten: Staatssekretärin Pascale Baeriswyl traf den stellvertretenden türkischen Aussenminister in Bern. Ein Grund für die Zurückhaltung der Schweiz dürfte die Hoffnung sein, man könne zu einer politischen Lösung beitragen.

Bereits fanden in mehreren Schweizer Städten Demonstrationen gegen die Invasion statt. Für Samstag ist eine nationale Kundgebung in Zürich geplant. Ein Bündnis kurdischer sowie autonomer und feministischer Gruppen will so den Druck auf die Schweizer Regierung erhöhen.

Eine Schweizer Fahne und eine Fahne der EU stehen auf einem Tisch.
sda-ats

Die EU-Finanzminister haben die Schweiz endgültig von der grauen Liste der Steueroasen gestrichen. Damit kann ein Schlussstrich unter den Steuerstreit zwischen Bern und Brüssel gezogen werden.

Die Schweizer Steuerprivilegien für ausländische Unternehmen waren im Nachgang zur Finanzkrise ins Visier der EU und der OECD geraten. Bemängelt wurde, dass ausländische Unternehmen im Vergleich zu inländischen privilegiert besteuert wurden.

Weil das Schweizer Stimmvolk 2017 neue Regeln für die Unternehmensbesteuerung ablehnte, landete die Schweiz auf der grauen Liste. Mit der Annahme der AHV-Steuervorlage diesen Frühling wurde der Weg im zweiten Anlauf frei für die Streichung der Schweiz von der Liste.

Doch bereits droht Bern neues Ungemach: Ein Vorschlag der OECD will, dass grosse international tätige Unternehmen künftig ihre Steuern dort zahlen sollen, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften – und nicht mehr dort, wo sie ihren Hauptsitz haben.

ein doppelstöckiger Zug in einem Bahnhof
sda-ats

Viele Probleme sind relativ und deshalb mag Ihnen, je nachdem in welchem Land Sie wohnen, diese Nachricht lächerlich erscheinen. Doch in der Schweiz sorgt ein neuer doppelstöckiger SBB-Zug für den Fernverkehr seit Jahren für negative Schlagzeilen.

Den jüngsten Skandal in der Geschichte des sogenannten «Pannenzugs» hat die SRF-Sendung «Rundschau» aufgedeckt. Demnach müssen die zwölf Züge von Bombardier, die bereits im Einsatz standen, wieder zurück in die Werkstatt. Es müssen Bauteile ersetzt werden.

Der Zug bereitet der SBB seit Jahren Sorgen: Der Doppeldecker sollte eigentlich seit 2013 auf der SBB-Intercity-Strecke St. Gallen-Zürich-Bern-Genf unterwegs sein.

Bestellt hat die SBB insgesamt 59 Fernverkehrszüge. Es handelt sich mit 1,9 Milliarden Franken um die bisher teuerste Beschaffung von Rollmaterial. Angefangen hatte die Leidensgeschichte mit Verzögerungen bei der Konstruktion.

Carl Spitteler
Akg-images

Die Literaturnobelpreise der Jahre 2018 und 2019 gehen nach Polen und Österreich. Wussten Sie, dass auch die Schweiz schon mal in die Kränze kam?

Das ist allerdings schon eine Weile her: Der Schriftsteller Carl Spitteler erhielt die prestigeträchtige Auszeichnung vor genau 100 Jahren.

Von der Öffentlichkeit fast vergessen, erlebte Spitteler 2017 eine Renaissance: Während seines Staatsbesuchs in Bern zitierte Chinas Präsident Xi Jinping den Schriftsteller mit den Worten: «Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.»

Und zum hundertjährigen Jubiläum seiner Auszeichnung finden nun in mehreren Schweizer Städten öffentliche Lesungen und andere Veranstaltungen statt.

swissinfo.ch

Am 20. Oktober wählen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihr neues Parlament. Noch nie waren in der Schweiz Daten im Wahlkampf so wichtig wie 2019.

Das zeigen Recherchen von SRF. So nutzen SVP, FDP und SP Daten für ihren Wahlkampf. Um an Daten zu kommen, gehen sie unterschiedlich vor.

So sammelt beispielsweise die SP Daten mit Telefonkampagnen selbst. Die FDP hingegen kauft sie beim Meinungsforschungsinstitut gfs.bern ein. Das ist legal.

Im Graubereich hingegen liegt das Programm «Nationbuilder», mit dem die Parteien via Newsletter-Abonnenten an sensible Daten gelangen. Das Programm ist umstritten und in anderen Ländern nicht uneingeschränkt nutzbar.

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