Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Heben Sie heute ab mit mir in höhere Sphären. Auf dem Menü stehen die Bundesratswahlen, der erste Schweizer Satellit und die stetig zunehmenden Spenden der Schweizerinnen und Schweizer.
Herzliche Grüsse aus Bern
Es dürfte spannend werden. Nachdem sie die Christdemokraten an Wählerstärke überholt haben, fordern die Grünen einen Sitz in der Landesregierung. Showdown ist am 11. Dezember. Politologe Claude Longchamp wagt für uns schon mal eine Prognose.
Die Regierungsbeteiligung in der Schweiz ist ein komplexes Wechselspiel. Die Regierung (Bundesrat) besteht aus sieben Mitgliedern. Die stärksten vier Parteien im Parlament haben seit längerer Zeit Anspruch auf zwei Sitze oder einen.
Verteilt werden diese aber nicht nur nach der ungeschriebenen, so genannten Zauberformel. Auch die Regionen und Landessprachen sollten gebührend vertreten sein. Deshalb fürchtet sich nun die italienischsprachige Südschweiz nach dem Erstarken der Grünen davor, möglicherweise «ihren» Bundesrat zu verliern, sollte die grüne Kandidatin gewählt werden.
Warum seiner Meinung nach das heutige Prinzip der Bundesratswahlen historisch überholt ist, erklärt der Politikwissenschaftler und Historiker Claude Longchamp in seiner neusten Kolumne für swissinfo.ch.
- Die Kolumne mit der Prognose von Claude Longchamp bei swissinfo.ch.
- Offizielle Informationen des Parlaments zur Gesamterneuerungswahl des Bundesrats vom 11. Dezember 2019Externer Link.
- Die aktuellsten Ereignisse im Vorfeld der BundesratswahlExterner Link finden Sie bei SRF News.
Das grosse Interesse an der Bundesratswahl mag darüber hinwegtäuschen: Das Vertrauen in die Politik ist auf einem Tiefstand. Das zeigt das neuste Schweizer Sorgenbarometer.
Generell nimmt das Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer in Institutionen ab. Durchwegs runter geht es für Politik, Medien, Wirtschaft, Kirchen und die Europäische Union. Vertrauen ist der eine Aspekt des Sorgenbarometers, den die Grossbank Credit Suisse jedes Jahr erstellen lässt.
Der andere sind die tatsächlichen Sorgen. Und da stehen die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und die Gesundheit an vorderster Stelle. An dritter Stelle sorgen sich die Schweizerinnen und Schweizer um Ausländer. Danach folgen Umweltschutz und Klimawandel, die bisher als weniger wichtig erachtet wurden.
Doch zurück zur Politik: Letztes Jahr zeigte das Sorgenbarometer, dass die Schweizerinnen und Schweizer Lösungen von der Politik für die dringendsten Probleme des Landes erwarten. «Die Ergebnisse des diesjährigen Sorgenbarometers legen nahe, dass diese Erwartungen nicht erfüllt wurden», heisst es nun.
- Verschiedene Zeitungen publizierten heute Artikel zum Sorgenbarometer, darunter Tages-AnzeigerExterner Link, Neue Zürcher ZeitungExterner Link, BlickExterner Link und St. Galler TagblattExterner Link (einige mit Paywall).
- Das aktuelle Sorgenbarometer der Credit SuisseExterner Link, erstellt durch das Forschungsinstitut gfs.bern.
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An was denken Sie beim Stichwort «Cheops»? Ein Pharao? Pyramiden? Richtig. Aber auch an ausserirdisches Leben sollten Sie ab jetzt bei diesem Namen denken. Denn Cheops heisst eine Weltraummission unter Mitwirkung der Universität Bern.
Nichts weniger als anderes Leben im Universum will Cheops finden. Unter diesem Namen soll am 17. Dezember ein Schweizer Satellit in den Orbit geschossen werden. Mit dem Ziel, gemeinsam mit den grossen Teleskopen, die bereits um die Erde kreisen, potenziell lebensfreundliche Exoplaneten aufzuspüren.
Weil – etwas vereinfacht – vom Erdboden aus viel weniger gut ins All geguckt werden kann als von der Erdumlaufbahn, versprechen sich die Forschenden hinter dem Projekt neue Einblicke in die Tiefen des Alls. Gespannt blicken wir nach Kourou, wo der Satellit gestartet werden soll.
- Über die Hintergründe des Projekts und warum dieses fast gescheitert wäreExterner Link, berichtet heute Der Bund. Dazu gibt’s eine kurze Geschichte der Planetenjagd mit Bildern (Paywall).
- Die Website des Cheops-ProjektsExterner Link.
- Mein Kollege Marc-André Miserez hat sich auf das Thema Exoplaneten spezialisiert. Er stellte vor zwei Jahren das Projekt in einem Artikel vor. Damals hoffte man noch auf einen Start Ende 2018.
- Die Universität Bern hatte schon früh in der Raumfahrt ihre Finger im Spiel, worüber ich diesen Sommer einen Hintergrundbericht geschrieben habe.
Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Werden Sie in Ihrem Wohnland in der Vorweihnachtszeit auch andauernd mit Spendenaufrufen behelligt?
Nie sitzt das Portemonnaie so locker wie vor Weihnachten. Und alle wissen das. Deshalb quellen die Briefkästen in der Schweiz derzeit über mit Bettelbriefen aller möglichen gemeinnützigen Organisationen.
Durchschnittlich 300 Franken spendet ein Haushalt pro Jahr. Am meisten erhalten die Rega (Rettungsflugwacht) in der Deutschschweiz, das Rote Kreuz in der Romandie und die Krebsliga im Tessin. Das hat das Online-Portal Watson.ch recherchiert.
- Wie viel spenden Schweizerinnen und Schweizer? Welche Themen ziehen? Diese und andere Fragen beantwortet ein Artikel von Watson.chExterner Link.
- Die Schweiz sei «ein Land der Spender und Spenderinnen», schrieb kürzlich die Neue Zürcher ZeitungExterner Link in einem Artikel zum Thema (Paywall).
🎄 ADVENTSKALENDER 🎄
Hier stellen wir Ihnen im Advent jeden Tag eine kulinarische Spezialität aus einem anderen Kanton vor. Ein Stück Heimat – egal, wo Sie gerade sind.
5. Dezember: 🐸🍬Cola Fröschli🐸🍬
Gleich vorneweg: Heute liefern wir Ihnen kein Rezept nach Hause. Hinter dem heutigen Adventstürchen versteckt sich das Schweizer Kultbonbon schlechthin: das Cola-Fröschli.
Wussten Sie, dass es aus dem Kanton Baselland stammt? Das Cola-Fröschli Externer Linkfeierte 2018 seinen 80. Geburtstag. Seit seiner Lancierung wurde die Rezeptur nie geändert.
Das Cola-Fröschli ist ein süsses Hartbonbon in Fröschliform mit Cola-Geschmack. Es ist braun gefärbt und wiegt rund fünf Gramm. Es besteht aus Zucker und Glukosesirup sowie Farb- und Aromastoffen.
Viele Schweizerinnen und Schweizer verbinden einige Kindheitserinnerungen mit dem «Goggi-Fröschli». So haben sie es etwa mit dem ersten Sackgeld am Badikiosk gekauft.
Das Rezept finden Sie auf swissinfo.ch.
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