The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Olympische Jugendspiele in Lausanne und Tour de Suisse: Heute wirds sportlich. Eine Etappe führt auch ins Bundeshaus. Dort will ein Politiker seinen Kollegen das Lobbyieren verbieten.

Liebe Grüsse aus Bern

sda-ats

Also doch noch: Olympische Spiele in der Schweiz. Und das nach 72 Jahren! Heute werden in Lausanne die Olympischen Jugend-Winterspiele 2020 eröffnet


In den nächsten zwei Wochen kämpfen an die 2000 Nachwuchs-Athletinnen und -Athleten im Alter von 15 bis 18 Jahre aus 70 Ländern um Medaillen. Das Herz der Jugendspiele ist Lausanne, als Sitz des Internationalen Olympischen Komitees die Welthauptstadt der Olympischen Bewegung. 

Die Schweiz erhält Gelegenheit, sich international wieder einmal mit einem Grossanlass als Wintersportdestination zu präsentieren. Die Wettkämpfe, die an acht Standorten über die Bühne gehen, sind für die Zuschauenden gratis. 

Der Anlass ist aber auch ein grosses Feigenblatt. Denn das Internationale Olympische Komitee, das bei den Spielen der «Grossen» klotzt statt kleckert und dabei gern auch mit autokratischen Regimes kooperiert, hört gar nicht mehr auf, die Innovation, die Vernunft und die Nachhaltigkeit der Jugendspiele hervorzuheben.

Ob die hohen Herren vom IOC gewillt sind, das durchaus sympathische und wegweisende Konzept der Jugendspiele 2020 auf die Austragungen künftiger, «echter» Olympischen Spiele zu übertragen, muss sich erst noch zeigen.

swissinfo.ch

Einem Monument des Schweizer Sports droht das Aus: Die Tour de Suisse, die international zu den grossen Mehretappenrennen der Radprofis gehört, ist gefährdet. Der Grund ist, wie könnte es anders sein, das Geld.

Sie war und ist die Bühne, auf der Schweizer Sportlegenden wie Hugo Koblet, Ferdy Kübler und Fabian Cancellara die Massen am Strassenrand begeisterten. Doch schon länger ist Sand im Tretlager der Tour de Suisse. Dies in Form von hohen Fixkosten für die Infrastruktur. Daran können die Organisatoren nicht schrauben.

Woran sie aber bei der Ausgabe 2020 schrauben: Die Taggelder für die freiwilligen Helfer werden halbiert. Statt 100 oder 80 Franken wie bisher gibt’s für die unzähligen guten Geister, ohne die der Grossanlass nicht denkbar wäre, nur noch eine Fünfzigernote.

Es ist die Grösse, die den Event gefährdet. Ex-Profi Armin Meier: Solange das Rennen zur Top-Liga der Radrennen zähle, müssten 20 Profiteams verpflichtet werden. Ginge man dagegen eine Stufe tiefer, hätte man mehr Luft. Was für den Experten klar ist: Weniger Tagesetappen. Dabei wurde die Schweizer Rundfahrt jüngst bereits von den historischen neun Etappen auf deren acht redimensioniert.

Peter Klaunzer / Keystone

Transparenz: Es ist dies das erste politische Feld, auf dem der historische Wahlsieg der Grünen und der Frauen bei den Parlamentswahlen vom letzten Oktober Früchte trägt. Und nun gerät das Lobbying unter der Bundeshauskuppel in den Fokus.


Die Schweiz, oft als Musterdemokratie gerühmt, kennt kein Gesetz, das die Finanzierung der Parteien und der Kampagnen regelt. Der neue Ständerat will diese Blackbox ausleuchten: Er beschloss im Dezember, dass es ein Transparenz-Gesetz braucht.

Im Widerspruch zur Transparenz steht auch das Lobbying: Im Bundeshaus mutierten die gewählten Volksvertreterinnen und -vertreter in den letzten Jahren zu den grössten Lobbyisten. In den Kommissionen, wo die Parlamentarier die wichtigen Weichen stellen, drücken diese unverhohlen die Interessen ihrer Geldgeber durch. Der Wille der Wählenden bleibt vor der Tür.

Beat Rieder, Ständerat aus dem Wallis, griff jetzt zum Zweihänder: Er verlangt ein Kommissionsverbot für «gekaufte» Politiker. Mit dem radikalen Schritt will er die Glaubwürdigkeit der Politik wiederherstellen. «Das Ende des Milizsystems», klagen Kritiker. Die kleine Kammer hat dem Antrag Rieders zugestimmt. Am Zug ist jetzt der Nationalrat. Wir bleiben für Sie dran!

sda-ats

Das Mädchen ist noch sehr jung. Sein Freund ist etwas älter. Er ist die grosse Liebe. Dabei ist er das grosse Verhängnis. Sie tappte, ohne es zu wissen, in die Loverboy-Falle.

Es geht um sexuellen Missbrauch. Was für das meist noch minderjährige Mädchen als Traum vom ersten grossen Liebesglück beginnt, endet oft in Erniedrigung, Einschüchterung, Erpressung, Vergewaltigung sowie Prostitution und Menschenhandel.

Loverboy-Masche lautet die Bezeichnung für das Phänomen. Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften hat in einer Studie 27 Meldungen Betroffener ausgewertet, die bei der Fachstelle act212 eingingen.

In den letzten drei Jahren registrierte die Fachleute 33 Meldungen. Typischerweise würden die Opfer ihre Peiniger nicht den Behörden melden. Dies geschieht meist über die Familie oder den Freundeskreis. Die Fachleute hoffen auf einen Gerichtsfall, der den Damm brechen könnte. Auch als Startrampe für eine Informations- und Sensibilisierungskampagne.

Ein Baby kriecht am Boden rum, ein Erwachsener ist am Staubsaugen.
© Keystone

Können Sie Fragen über die Schweiz richtig beantworten? SWI swissinfo.ch hat über die Feiertage auf Social Media ein Quiz durchgeführt. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Wussten Sie, dass es in der Schweiz eigentlich verboten ist, am Sonntag Staub zu saugen? Ich nicht. Und es war auch der Mehrheit der Quizteilnehmer nicht bekannt.

Acht verschiedene Fragen haben wir Ihnen auf Facebook gestellt, die wir im vergangenen Jahr aufgrund von Leseranfragen in einem Faktencheck überprüft haben.

Hier sind die Ergebnisse – und die richtigen Antworten, mit den Links zu den Original-Artikeln.

Meistgelesen
Schweizer Diaspora

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft