Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Unternehmenssteuern in der Schweiz sind tief – macht uns das zur Steueroase? US-Präsident Joe Biden und Bundesrat Ueli Maurer sind sich nicht einig.
Liebe Grüsse aus dem Homeoffice
Joe Biden erwähnt die Schweiz in seiner ersten Ansprache als US-Präsident vor dem Kongress – als Steueroase. Bundesrat Ueli Maurer widerspricht.
Da schafft es die kleine Schweiz in eine grosse Rede des mächtigsten Mannes der Welt, nur um sich einmal mehr mit einem alten Vorwurf konfrontiert zu sehen: Die Schweiz sei eine Steueroase.
Bundesrat Ueli Maurer widerspricht: «Die Schweiz ist ein Land, das sämtliche internationalen Verpflichtungen vollumfänglich erfüllt und sehr transparent ist.»
Die Erfüllung internationaler Abmachungen hin oder her, die tiefen Unternehmens-Steuern sind der Biden-Regierung und der OECD ein Dorn im Auge. Die derzeitige Diskussion über einen weltweiten Mindest-Steuersatz setzt die Schweiz unter Druck.
- Schweiz fürchtet Mindest-Steuersatz für Unternehmen – Mein Kollege Matthew Allen hat ergründet, was für die Schweiz auf dem Spiel steht.
- Was sagen Sie zu Bidens Vorwürfen, Ueli Maurer?Externer Link – SRF News interviewte den Bundesrat.
- Der Blick verglich kürzlichExterner Link den Steuerwettbewerb zwischen den Ländern mit demjenigen zwischen den Schweizer Kantonen.
Die EU-Kommission will die Schweiz von EU-Forschungsprojekten zu Quantencomputern und Weltraumforschung ausschliessen. Nun kommt Unterstützung aus Berlin.
Die Schweiz, Grossbritannien und Israel sollen sich laut Plänen der EU-Kommission zukünftig nicht mehr an EU-Projekten in den Bereichen Quanteninformatik und Weltraumforschung beteiligen dürfen.
Die Kommission befürchtet, sich sonst zu stark von Materialien und Prozessen im Ausland abhängig zu machen. Für den Forschungsstandort Schweiz wäre das ein herber Schlag.
Nun regt sich in der EU selbst Widerstand, wie die NZZ berichtet. Angeführt von Deutschland betonen 15 Länder, die Schweiz sei im Bereich der Quantentechnologie traditionell ein wichtiger Partner. Bringt das die Kommission zum Umdenken? Wir werden sehen.
- HierExterner Link geht es zum ausführlichen Bericht in der Neuen Zürcher Zeitung (Paywall).
- Im Weltraum gehört die kleine Schweiz zu den Grossen – Mein Kollege Marc-André zeigt in unserem Fokus die Bedeutung der Schweiz in der Weltraum-Forschung.
- Die ehemalige Aussenministerin Micheline Calmy-Rey äussert sich auf SRF NewsExterner Link zu der Beziehung Schweiz-EU.
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Die Wissenschaft ist während der Pandemie gefragt wie selten zuvor. Das stellt Forschende und Medien vor Herausforderungen.
Interviews mit Virologinnen, Berichte zu den neusten bahnbrechenden Covid-Studien und täglich frisch berechnete R-Werte: Die Covid-Pandemie und die Wissenschaft sind in den Medien aktuell omnipräsent.
Das fordert nicht nur die Forschenden heraus, die bitteschön möglichst schnell möglichst allgemeingültige Resultate liefern sollen, sondern auch uns Medienschaffende, die darüber berichten.
Trotzdem ist das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Wissenschaft während der Pandemie gestiegen – nicht unbedingt aber zu uns Journalistinnen und Journalisten.
- Mein Kollege Christian Raaflaub erklärt das Dilemma hier ausführlicher.
- Warum Verschwörungstheorien so attraktiv sind hat auch mit dem Vertrauen in die Wissenschaft zu tun, wie Kollege Zeno herausfindet.
- Aus unserem Archiv: Wissen in Gefahr – Wissenschaftsjournalismus stirbt langsam aus.
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Globi und Roger Federer vereint: Der neue Globi-Band bringt zwei Schweizer Ikonen zusammen.
Wer in der Schweiz kennt ihn nicht, den blauen Vogel mit der karierten Hose: Kaum ein Kind wuchs hier in den letzten 80 Jahren auf, ohne einmal ein Globi-Buch in den Händen zu halten oder, für die jüngeren Generationen, ohne die Eltern mit Globi Hörspielen in den Wahnsinn zu treiben.
In der jüngsten Ausgabe, die heute erscheint, trifft Globi auf den Mr. Swissness in Person: Roger Federer. Zusammen reisen sie um die Welt und landen am Schluss – natürlich – in Wimbledon.
Die beiden passen gut zusammen: Während das Warenhaus Globus den blauen Vogel in den 1930ern als Werbemaskottchen konzipierte, lacht einem heute Roger Federer aus zahlreichen Werbungen entgegen.
- Mehr zum neuen Buch steht im BlickExterner Link.
- Etwas kritischer setzte sich das Online-Portal WatsonExterner Link vor einiger Zeit mit dem Phänomen Globi auseinander.
- Macht Federer bald am Times Square Werbung für die Schweiz? Laut HandelszeitungExterner Link nicht unrealistisch.
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