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Mann auf Velo im Wasser

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Kennen Sie den Bielersee? Normalerweise ein hübsches Gewässer. Aber wegen des Hochwassers wird er gegenwärtig zur Bedrohung.

Herzliche Grüsse aus Bern

Mann auf Velo im Wasser
Keystone / Jean-christophe Bott

Die Hochwasser-Situation in der Schweiz spitzt sich weiter zu.

Als Berner habe ich im Sommer – ich meine einen normalen Sommer – immer die App «Aare.Guru» zur Hand. Sie zeigt mir die Wassertemperatur unseres geliebten Flusses an. Aber nicht nur: Auch die Wassermenge ist zu sehen. Diese interessiert normalerweise kaum. Nun aber starren wir in Bern erstaunt auf unsere Handys: Die Aare hat heute die Marke von 500 m3/s bereits deutlich überschritten!

Am frühen Donnerstagnachmittag hat nun der Pegel des Bielersees die höchste Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr) erreicht. Inzwischen liegt der Pegel 26 Zentimeter über der Hochwasser-Grenze. Aber: Der See erreicht voraussichtlich erst am Samstag seinen Höchststand. Es besteht die Gefahr, sogar die Rekordwerte von 2005 und 2007 zu übertreffen.

Allgemein ist die Hochwasser-Lage in der Schweiz sehr angespannt. Auch an der Reuss droht ein Rekord-Hochwasser. Und die Aussichten sind nicht gut: «Es muss mit weiteren teils kräftigen Regengüssen gerechnet werden», heisst es bei SRF Meteo.

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Indigene Schulkinder und drei Priester/Mönche
Collection Manuel Menrath

Wie ein Schweizer in den USA beim Vernichtungskampf gegen die indigene Kultur mitmachte.

Warum verschlägt es einen Innerschweizer Mönch im 19. Jahrhundert in die USA? «Man fürchtete, dass die Siedler in der Fremde zu Protestanten werden könnten», sagt der Schweizer Historiker Manuel Menrath. Er ist ein Kenner der Geschichte der Indigenen in Nordamerika.

Die Geschichte von Martin Marty erinnert stark daran, was derzeit in Kanada fast Tag für Tag ans Licht kommt. Nachdem er eine Schule für die Siedlerkinder aufgebaut hatte, zog es den Mönch bald weiter. Es lockte die Aussicht, «Indianermissionar» zu werden. Im Auftrag des amerikanischen Staats packte er die Aufgabe an, in speziellen Internaten die Sprache, Kultur und Spiritualität der Sioux zu vernichten.

Dabei ging es nicht um die Herstellung von Ebenbürtigkeit, sagt Menrath im Artikel meines Kollegen David Eugster: «Man wollte ja keine Elite, sondern Dienstmädchen, Fabrikangestellte – gute Christen, von denen die Gesellschaft profitieren konnte.» Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Martys Mission letztendlich gescheitert ist.

Afrikanischer Arzt
Anadolu Agency

Auch bei den Covid-Impfungen hinken Entwicklungsländer hinterher.

Die Pandemie enthüllt die Schwächen der globalen Gesundheitsversorgung schonungslos. So ist etwa in Afrika erst ein Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Und die hochansteckende Delta-Variante breitet sich rasch aus.

Zwar gibt es den globalen Impfstoff-Pool Covax. Doch auch dieser kratze nur an der Oberfläche dessen, was benötigt werde, schreibt meine Kollegin Jessica Davis Plüss.

Deshalb sind neue Ideen gefragt. Einige Schweizer Investoren wollen das Problem deshalb aus eigener Initiative angehen. Sie suchen nun nach privaten Geldern, mit denen die Gesundheitssysteme in ärmeren Ländern angekurbelt werden könnten.

Turnschuh, gehalten von vier Händen in weissen Handschuhen
Keystone / Yui Mok

Zum Schluss noch ein «federleichtes» Thema: Sammlerstücke von King Roger.

Mehr als das Dreifache! Die Versteigerung von Sammlerstücken aus dem Fundus des Schweizer Tennis-Champs Roger Federer war ein voller Erfolg. Das teilt das Londoner Auktionshaus Christie’s mit.

Fast vier Millionen Euro brachte die Online-Auktion ein, die gestern geschlossen wurde. Sie sollen Federers Stiftung für Bildungsprojekte für benachteiligte Kinder in Afrika und der Schweiz zugutekommen.

Unter den versteigerten Stücken fanden sich etwa erlesene Ausrüstungsgegenstände wie ein Racket des Wimbledon-Finals 2007 gegen Rafael Nadal oder die Schuhe von Federers einzigem Turniersieg am French Open, 2009.

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