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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Morgen ist Black Friday, und ich habe mir ehrlich gesagt auch schon überlegt, welches Schnäppchen ich machen könnte. Sie auch?

Beste Grüsse aus Bern.

Petition Stop Black Friday
Keystone / Obs/solidar Suisse

Die Rabattschlacht ist eröffnet. Morgen ist Black Friday. Dieser Tag steht in der Schweiz jedoch in der Kritik.

«Stop Black Friday»: In der Schweiz haben rund 20’000 Menschen die Petition von Solidar Suisse unterschrieben. Diese Organisation setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen weltweit ein.

Fabienne Widmer von Solidar Suisse kritisiert: «Viele Waren sind zu einem so tiefen Preis erhältlich, dass man nicht zweimal überlegt, etwas Neues zu kaufen, anstatt das Alte reparieren zu lassen.» Die Petition ist an den Detailhandelsverband Swiss Retail Federation gerichtet. Auch innerhalb dieses Verbands ist die Schnäppchenjagd umstritten, und einige Mitglieder machen bei diesem Spiel nicht mit.

Derweil erklärt Neuropsychologe Lutz Jäncke im Tages-Anzeiger, dass durch das geschickte Preismarketing die Attraktivität eines bestimmten Produkts massiv gesteigert werde. «Man könnte es mit einem 100-Meter-Lauf vergleichen, bei dem das Ziel aber schon nach 60 Metern erreicht wäre. Ein wunderbares, tolles Gefühl.»

Ski bei der Herstellung
Keystone / Urs Flueeler

Umgekehrte Situation: Ski-Hersteller weltweit hatten das ganze Jahr mit Lieferengpässen zu kämpfen – die Preise für die zwei schnellen Bretter dürften auf nächste Saison steigen.

Stöckli-Ski im luzernischen Malters gibt im Tages-Anzeiger Einblick in ihr Dilemma. Von Kunststoff über Paulownia-Holz bis zu Aluminium: Viele wichtige Materialien konnten im vergangenen Jahr nicht geliefert werden.

«Die Situation ist extrem. Kaum haben wir irgendwo Ruhe, kommt das nächste Thema», sagt Stöckli-Geschäftsleitungsmitglied Christoph Fuchs. Wenn eines von zwanzig Einzelteilen fehle, könne der Ski nicht gebaut werden.

Neben den viel längeren Lieferfristen sind auch die Preise gestiegen. Durchschnittlich betragen die Zusatzkosten im Moment rund 10 Prozent. Auf diesen Mehrausgaben bleibt Stöckli vorerst sitzen. Die Verkaufspreise werden jeweils schon Anfang Jahr festgelegt. Die Mehrkosten dürften im nächsten Jahr auf die Kund:innen abgewälzt werden.

Virusabbildung
Keystone / Kateryna Kon

Auch heute kommen wir leider nicht um das Thema Coronavirus herum. Zwei Studien mit Schweizer Beteiligung haben neue Erkenntnisse über die Risikofaktoren zu Tage geführt.

Ich habe eine nahestehende Person trotz Impfung an Corona verloren. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren mich deshalb sehr. Sie helfen mir dabei, den Verlust irgendwie einzuordnen.

Nicht nur das Alter, auch Gene und Blutzuckerspiegel spielen für den Krankheitsverlauf eine entscheidende Rolle. Das legen zwei Studien nahe, an denen Schweizer Wissenschafter:innen beteiligt sind.

Dass das Humane Leukozyten-Antigen-System (HLA), das für die Regulierung des Immunsystems zuständig ist, erklären könnte, warum jemand einen leichten oder schweren Verlauf hat, wurde unter anderem am Kantonsspital Baden herausgefunden.

Dass der Blutzuckerwert die anfängliche Immunreaktion beeinträchtigt sowie die Invasion und Vermehrung des Virus fördert, hat eine Projektgruppe von künstlicher Intelligenz an der EPFL in Lausanne in Erfahrung gebracht.

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Gastgeber/Gastgeberin Jessica Davis Plüss

Wie hat die Pandemie Ihre Sicht auf die Pharmaindustrie beeinflusst?

Was sollte die Pharmaindustrie Ihrer Meinung nach anders machen? Was sollten wir von der Branche erwarten?

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Bild aus dem Vatikan
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Im Vatikan soll nun Realität werden, was in Libyen sehnlichst gewünscht wird: Die (Wieder-)Eröffnung einer Schweizer Botschaft.

Die Schweiz hat erst vor 30 Jahren ihren ersten diplomatischen Vertreter beim Heiligen Stuhl ernannt. Jetzt will die Schweizer Regierung eine Botschaft im Vatikan eröffnen. In der Vergangenheit waren die Beziehungen zwischen den beiden Ländern geprägt von politischen und religiösen Konflikten.

Vom Aussendepartement wird bekräftigt: «Die Errichtung einer Schweizer Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom ändert nichts an den Beziehungen zwischen der Schweiz und der katholischen und der reformierten Kirche. Sie erfolgt unter Wahrung der jeweiligen Zuständigkeiten von Bund und Kantonen.»

In Libyen ist die Schweizer Botschaft seit dem 27. Juli 2014 verlassen. Die Behörden vor Ort hoffen derweil auf eine Wiedereröffnung. Erstmals seit 2010 reiste vergangene Woche ein Bundesrat nach Libyen und stattete der verwaisten Botschaft einen Besuch ab. Diese erlangte 2008 Bekanntheit durch die Geisel-Affäre, bei der zwei Schweizer festgehalten wurden – als Vergeltung für die Festnahme des Machthaber-Sohns in der Schweiz.

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