Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizer:innen
Am Wochenende hat der Auslandschweizerrat getagt. Was besprochen wurde lesen Sie in unserem heutigen Briefing.
Herzliche Grüsse aus dem Home-Office.
Nervosität, Sorge aber auch Erfolge: Der Auslandschweizerrat hat online getagt.
Zwei Dauerbrenner auf der Agenda der Auslandschweizer-Organisation wurden an der Session diskutiert: Die Bankenfrage und das Abstimmungsproblem. Digitalbanken versprachen in den letzten Monaten eine mögliche Lösung. Doch zum jetzigen Zeitpunkt stellt der Zahlungsdienstleister Yapeal für Auslandschweizer:innen keine Alternative zu einer Schweizer Bankverbindung dar.
Es tut sich hingegen was beim Thema Abstimmen. Damit Auslandschweizer:innen ihre Unterlagen frühzeitig erhalten, finden Versuche statt, diese per Diplomatenkurier zu verschicken. Ein erster hat stattgefunden und wird nun ausgewertet, ein zweiter ist geplant.
Sorge machen Botschafter Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion, derweil die Lage in der Ukraine und die verbliebenenAuslandschweizer:innen. «Die EU hat einen Zug von Kiew nach Polen organisiert. Das Hauptproblem ist, dass die Leute von ihrem Wohnort zum Bahnhof kommen», sagte Matyassy.
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Hier finden Sie den Artikel meines Kollegen Balz Rigendinger über die Tagung.
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Ebenfalls von Balz Rigendinger aus dem Archiv: Diplomatenpost-Versuch bereits bei nächster Abstimmung
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Meine Kollegin Emilie Ridard schrieb bereits über Yapeal: «Yapeals Strategie hat keine Auswirkungen auf Auslandschweizer:innen» und Sind Neo-Banken die Lösung für Auslandschweizer:innen?
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Neue Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau.
Rund zweieinhalb Wochen nach Kriegsbeginn begannen heute neue Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Dieses Mal traf man sich nicht in Weissrussland, sondern verhandelte per Video-Schaltung.
Dies geht aus einem Tweet des ukrainischen Präsidentenberaters Mychajlo Podoljak hervor. Unterdessen fordert Ukraine-Präsident Wolodimir Selenski ein persönliches Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. «Auf dieses Treffen, zwischen Putin und mir, warten die Menschen», sagte Selenski bei seiner letzten Videoansprache am Sonntagabend.
Ebenfalls zu Gesprächen haben sich heute der Bundesrat und alle im Parlament vertretenen Parteien getroffen. Zum Auftakt der letzten Woche der Frühjahrssession sind sie zusammengekommen, um über den Krieg in der Ukraine und dessen Folgen für die Schweiz zu sprechen.
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Die Rede von Wolodimir SelenskiExterner Link von gestern Abend.
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Bundesrat und Parteien sprechen über den Krieg in der UkraineExterner Link.
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Und noch etwas aus dem Internationalen Genf: Strafgerichte ermitteln gegen den Kreml.
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Corona ist noch nicht vorbei.
So warnte Epidemiologe Marcel Salathé gestern in der Sonntagszeitung. Man solle die Masken- und Isolationspflicht noch nicht ganz aufheben. In der Tat: Im Vergleich zur Vorwoche sind die Zahlen in der Schweiz wieder um 28% gestiegen.
Immerhin, die Sterblichkeit und Hospitalisierungsrate seien dank der Impfung und der fortschreitenden Immunisierung der Gesellschaft inzwischen tief. «Das Risiko, an Corona zu sterben, ist heute gleich hoch, oder gar tiefer, wie bei einer Grippe», sagt Salathé.
Der Epidemiologe erwartet den Peak der Ansteckungszahlen in den nächsten Wochen. Dann sollte sich mit dem warmen Frühlingswetter die Lage wieder ein bisschen entspannen. Doch, bis Covid-19 aber den Charakter anderer Corona-Erkältungswellen annimmt, wird es wahrscheinlich noch ein paar Jahre dauern.
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Das Interview mit Epidemiologe Marcel Salathé in der SonntagszeitungExterner Link (Paywall).
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Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
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In diesem Artikel haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
Die Migros schneidet schlechter ab als Coop.
Salmonellen in Erdmandeln, Plastikteilchen in Vegibällchen, nicht deklariertes Soja in veganen Ersatzprodukten. Im schlimmsten Fall droht ein allergischer Schock: Händler müssen immer wieder Lebensmittel zurückrufen. Das Medienunternehmen CH Media hat alle öffentlich zugänglichen Rückrufe und Warnungen bis ins Jahr 2020 ausgewertet.
Die Migros musste demnach in diesem Zeitraum 15 öffentliche Warnungen und 7 Rückrufe veranlassen – insgesamt mehr als dreimal so viele wie Konkurrent Coop mit zwei Rückrufen und vier Warnungen. Danach folgen Aldi, Lidl und Denner.
Die Migros kann aus den vorliegenden Daten kein Qualitätsproblem ableiten. «Die Behandlung mit Ethylenoxid führte tatsächlich zu mehr Rückrufen als üblich. Ansonsten sind die Gründe vielfältig und haben jeweils unterschiedliche Ursachen.»
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Die Migros muss deutlich mehr Lebensmittel aus dem Regal nehmen als Coop, schreibt die Aargauer ZeitungExterner Link (Paywall).
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Aus unserem Archiv: Wie Nahrungsmittel der Zukunft entstehen. und Geht es um Pestizide, fehlt der Schweiz Transparenz.
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Heimatliche Gaumenfreuden für Expats: Typische Schweizer Produkte werden in alle Welt verschickt.
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