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Wikipedia

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Stellen Sie sich vor, Wikipedia würde gesperrt. In Russland ein nicht abwegiges Szenario. Aber mit einer Schweizer Software kann man die Zensur austricksen.

Herzliche Grüsse

Wikipedia
Keystone / Sascha Steinbach

Ein Schweizer Tool trickst die russische Zensur aus.

Twitter, Facebook oder Instagram sind in Russland verboten. Auch die partizipative Online-Enzyklopädie Wikipedia, eine der wenigen noch unzensierten Informationsquellen über den Ukraine-Krieg, gerät zunehmend unter Druck.

Dieser Verlauf des Informationskriegs ist ein Booster für die Schweizer Software Kiwix, mit der man kostenlos ganze Websites kopieren kann, um sie offline zugänglich zu machen.

Kiwix stellt eine Bibliothek mit circa 8000 Websites zur Verfügung, darunter TED-Konferenzen, die Gutenberg-Buchhandlung, medizinische Enzyklopädien und – am gefragtesten – Wikipedia. Seit Kriegsbeginn haben sich die Downloads vervielfacht.

Greminger
Keystone / Martial Trezzini

Der frühere Generalsekretär der OSZE, der Schweizer Botschafter Thomas Greminger, sieht in der Ukraine-Invasion den Beginn einen neuen Kalten Krieges.

Als langjähriger Vermittler zwischen Russland und der Ukraine kennt Thomas Greminger hochrangiges Personal auf beiden Seiten. Doch selbst für ihn kam die Invasion überraschend.

«Ich gehe davon aus, dass uns ein Kalter Krieg 2.0 bevorsteht», sagte er im Gespräch mit meinem Kollegen Giannis Mavris.

Wie bereits im ersten Kalten Krieg müsse man auch jetzt vermehrt mit Stellvertreterkriegen rechnen.

Thierry Burkart
© Keystone / Christian Beutler

FDP-Präsident Thierry Burkart fordert angesichts des Ukraine-Krieges eine engere Zusammenarbeit mit der NATO.

In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger sagte Burkart, für die Sicherheitsarchitektur in Europa werde auf unabsehbare Zeit die NATO massgebend sein.

Die Schweiz müsse viel enger mit der NATO kooperieren als heute und ähnlich wie Finnland und Schweden auch an NATO-Manövern teilnehmen.

Zeitgleich schrieb Burkart in einem Gastkommentar für die NZZ: «Die Sicht der Schweiz als sich autonom verteidigender Igel ist nicht mehr adäquat für die europäischen Konfliktszenarien des 21. Jahrhunderts.»

Prämienexplosion
Keystone / Anthony Anex

Die Krankenkassenprämien könnten nächstes Jahr durch die Decke gehen, berichtet SRF.

Der Krankenkassen-Verband santésuisse befürchtet einen Prämienanstieg im zweistelligen Bereich, sollte die Schweiz keine Gegenmassnahmen ergreifen.

Eine durchschnittliche Prämienerhöhung von über zehn Prozent – das gab es das letzte Mal vor 20 Jahren.

Grund ist nicht zuletzt, dass man die Gesundheitskosten in den Pandemie-Jahren offenbar unterschätzt hat.

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