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Fehrnsehbildschirm mit Ansprache Putins

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Für die meisten hierzulande ist klar: Aggressor im Ukrainekrieg ist Putin. Doch nicht für alle ist das so eindeutig. Vor allem unter Jugendlichen ist Verständnis für Putin verbreitet, zeigen Umfragen.

Herzliche Grüsse

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Keystone / Fernando Gutierrez-juarez

Unter Jugendlichen gibt es besonders viele Putin-Versteher:innen, zeigen Umfragen. Weshalb das so ist, wollte der Tages-Anzeiger herausfinden.

«Putin ist ein Patriot. Und das gefällt mir», sagt Roman Stocker. Er ist 21 Jahre alt, wohnt im zürcherischen Tösstal, ist Bäcker Konditor und im Vorstand der SVP Fischenthal. Den Krieg in der Ukraine verurteilt er, doch: «Beide, die Nato und Russland, sind schuld

Mit dieser Meinung steht er in seiner Altersgruppe – die in den beiden Umfragen so weit gefasst sind, dass auch ich dazu gehöre – nicht alleine da. Bis zu einem Drittel der Jugendlichen haben Verständnis für Putin, mehr als in allen anderen Altersgruppen. Ähnliche Trends lassen sich im Ausland beobachten.

Die Gründe sehen Expert:innen im Konsum sozialer Medien: Dort seien die Jugendlichen vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt – auch Lügen der russischen Propaganda. Dazu kommt, dass Jugendliche die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie als besonders einschränkend wahrnahmen und deshalb eine gewisse Staatskepsis entwickelt haben.

Laptop
© Keystone / Gian Ehrenzeller

Die Post entwickelt derzeit ein E-Voting-System für die Schweiz. Der Bund hat es nun auf Herz und Nieren geprüft.

Zu spät oder gar nicht eingetroffene Abstimmungs- und Wahlunterlagen sind für Auslandschweizer:innen ein regelmässiges Ärgernis. Eine mögliche Lösung für das Problem: E-Voting. Nachdem es darum lange stille war, kommt nun wieder Bewegung in die Sache.

Das von der Post seit 2019 überarbeitete E-Voting-System wurde in den vergangenen Monaten von unabhängigen Expert:innen systematisch geprüft. Fazit: Gegenüber 2019 wurde das System «massgeblich verbessert». So waren die Test-Angriffe allesamt nicht erfolgreich.

Doch es seien «noch wesentliche Entwicklungsschritte nötig»: Es gebe etwa Schwierigkeiten mit der Wahrung des Stimmgeheimnisses. Die Post will rasch nachbessern. Bis Mitte Jahr sollen die Grundlagen für den Einsatz des E-Voting-Systems fertiggestellt werden. Für den Einsatz sind danach die Kantone zuständig.

Milo Rau hält den Gesslerhut
Schauspielhaus Zürich/Philip Frowein

Milo Rau ist der weltweit wohl bekannteste Schweizer Theatermacher. Jetzt inszeniert er «Wilhelm Tell» im Schauspielhaus Zürich.

Hauptberuflich leitet er ein Theater in Belgien, er hatte Gastspiele und Dreharbeiten im Irak, in Syrien, Griechenland, Italien oder Brasilien. Daneben schreibt er Kolumnen und Bücher. Jetzt ist Milo Rau wieder einmal zurück in seiner Heimat Schweiz, um Schillers «Wilhelm Tell» aufzuführen.

Tobi Müller hat Milo Rau für swissinfo.ch porträtiert. Hinter den provozierenden und aufsehenerregenden Inszenierungen entdeckt er einen sehr umgänglichen Menschen: «Rau fängt die Menschen mit intensiver Gesprächsbereitschaft. Er ist der freundliche Revolutionär aus der Schweiz.«

Eine gewöhnliche «Wilhelm-Tell»-Aufführung darf man von Rau nicht erwarten: Gessler trägt eine Nazi-Uniform, es wird nicht einen einzelnen Wilhelm, sondern mehrere Tell-Figuren geben. Wie so oft bei Rau stehen Laien neben Profis auf der Bühne. Ob das funktioniert, wird die Premiere am Samstag zeigen.

Hände drehen einen Joint
Keystone / Fabian Sommer

In Basel-Stadt darf man bald kiffen. Für die Wissenschaft, versteht sich.

Basel-Stadt sucht 400 Freiwillige, die ab Spätsommer THC offiziell in der Apotheke statt auf dem Schwarzmarkt kaufen können. Das Experiment ist Teil eines Pilotversuchs, für den der Halbkanton grünes Licht vom Bund bekam.

Gesucht sind volljährige Proband:innen, die bereits Cannabis konsumieren. An ihnen will der Kanton untersuchen, ob es einen Einfluss auf den Konsum und die Gesundheit der Konsumierenden hat, wenn diese die Droge kontrolliert kaufen können.

Die Kantone Baselland, Bern, St. Gallen und Zürich haben beim Bund ebenfalls Gesuche eingereicht oder zumindest Interesse angemeldet, um ähnliche Versuche mit der Cannabis-Vergabe zu starten. Bisher hat aber nur Basel-Stadt den Zuschlag erhalten.

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