Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Als Schnupper-Praktikantin verfolgte ich vor Jahren die Scheidung eines älteren Paares vor Gericht. Ich wunderte mich, dass die beiden sich trennen wollten, denn sie gingen äusserst liebevoll und fürsorglich miteinander um. Als sie erzählten, dass sie von der AHV lebten, ging mir ein Licht auf.
Herzliche Grüsse
Verheiratete Mittelstandspaare haben in der Schweiz Nachteile bei Steuern und Rente. Wegen der «Heiratsstrafe» schnellen Scheidungen aber nicht in die Höhe.
In manchen Kantonen zahlen verheiratete Paare, wenn beide arbeiten und ähnlich gut verdienen, deutlich höhere Steuern, als wenn sie unverheiratet zusammenleben.
Auch bei der AHV gibt es Nachteile: Verheiratete bekommen nicht die doppelte Einzelrente, sondern maximal anderthalbmal die Maximalrente von Alleinstehenden.
Doch diese Nachteile sind nur selten ein Scheidungsgrund, wie eine Anwaltskanzlei meinem Kollegen Benjamin von Wyl sagte. Auch die Scheidungsstatistik zeigt keine auffällige Zunahme jenseits der 60.
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- SRF fragt im Podcast «Einfach Politik»: Rechnet sich heiraten?Externer Link
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Der Ukraine-Krieg verschärft die globale Ernährungssituation. In einem Interview mit der NZZ am Sonntag fordert der Syngenta-Chef eine Abkehr vom Biolandbau.
Laut Erik Fyrwald, Chef des Agrochemiekonzerns und Pestizid-Giganten Syngenta, stehen reiche Länder in der Pflicht, ihre Agrarproduktion zu erhöhen, um eine weltweite Hungerkrise zu verhindern.
Der Biolandbau fördere den Landverbrauch, weil er grössere Flächen benötige; die Erträge fielen bis zu 50 Prozent tiefer aus, so der Manager. «Die indirekte Folge ist, dass Menschen in Afrika hungern, weil wir immer mehr Bioprodukte essen.»
Fyrwald plädiert stattdessen für die sogenannte «regenerative Landwirtschaft«. Diese übernimmt vom Biolandbau die Fruchtfolge und setzt gleichzeitig auf gezielten Pestizideinsatz und Genom-Editierung, um die Erträge zu steigern.
- Das Interview in der NZZ am SonntagExterner Link (Paywall).
- Die Meldung bei SRFExterner Link, WatsonExterner Link und swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Syngenta plädierte auch uns gegenüber für die regenerative Landwirtschaft, nachzulesen in diesem Artikel über Klimaschutz versus Armutsbekämpfung.
Der Gedenkanlass für vier gefallene Rotarmisten auf einem Basler Friedhof blieb überraschend friedlich.
Vier sowjetischen Soldaten gelang 1942 die Flucht aus der deutschen Kriegsgefangenschaft. Als sie den Rhein durchschwammen, um in die sichere Schweiz zu gelangen, wurden sie jedoch von deutschen Grenzwachen erschossen.
Weil die Leichen der vier sowjetischen Soldaten ans Schweizer Ufer gespült wurden, liegen sie auf dem Friedhof Hörnli in Riehen nahe Basel begraben. Jedes Jahr am 9. Mai, am «Tag des Sieges» über Nazideutschland, kommen an den Gräbern der russische Botschafter, Nachkommen von Gefallenen und weitere Vertreter zusammen.
Dieses Jahr fand der Gedenkanlass aufgrund des Ukraine-Kriegs unter grossen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zwischen einer russischen Vereinigung von Familienangehörigen und zwei Sympathisantinnen der Ukraine gab es eine hitzige Diskussion, ansonsten blieb es friedlich.
- Den ganzen Artikel lesen Sie im Tages-AnzeigerExterner Link oder in der Basler ZeitungExterner Link (Paywall).
- Auch die NZZExterner Link (Paywall) und SRFExterner Link berichten.
- Aus unserem Archiv: Sie ziehen es vor zu schweigen – die russische Diaspora in der Schweiz; Die Schweiz tat sich lange schwer mit der Erinnerungskultur.
Der Auslandschweizer und Journalist Matthias Stadler ist aus Neuseeland in die Schweiz zurückgekehrt und freut sich: «Endlich wieder abstimmen».
In der Luzerner Zeitung schreibt Stadler über seine Zeit in Neuseeland: «Zu Beginn erhielt ich die Abstimmungsunterlagen aus der Schweiz noch pünktlich. Doch dann kam Covid-19 – und damit einher gingen grosse Verzögerungen beim weltweiten Postversand.»
Die Folge: Stadlers Stimmzettel landeten als Anzündpapier im Cheminée. Dabei war Stadler immer so stolz darauf gewesen, in der Schweiz nie einen Abstimmungstermin verpasst zu haben.
Doch nun ist Stadler zurück in der Schweiz und freut sich: «Ich kann zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder rechtzeitig abstimmen. Welch Freude, meine persönliche Demokratie ist auferstanden!»
- Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Luzerner ZeitungExterner Link (Paywall).
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