Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Kann Geschichte spannend sein? Ja, und wie! Das beweist Claude Longchamp, unser Mann, der Orte zum Sprechen bringt, wo sich Entscheidendes für die Schweizer Demokratie tat. Heute: Bern.
Herzliche Grüsse
Balance zwischen zentraler Exekutivgewalt in Bern und der Macht der Kantone und Regionen draussen im Land: Dieser Spagat gelang mit der ersten Bundesverfassung.
Wir erinnern uns nicht so gerne daran. Aber Claude Longchamp, Politikwissenschaftler und Historiker, tut es für swissinfo.ch: Die Demokratie Schweiz entstand gewissermassen aus dem Blutvergiessen eines Bürgerkriegs.
Es war 1848 die in Bern ausgearbeitete erste Verfassung der Schweiz, die Hand bot zur Annäherung und Verständigung der beiden bis aufs Blut verfeindeten Lager: Hier die Liberalen und Radikalen – die «Modernisierungs-Turbos», dort die Katholisch-Konservativen.
Longchamp nimmt Sie mit an die Orte in der Stadt Bern, wo die Gründerväter die Pflöcke einschlugen, um aus einem hitzigen Konfliktherd das heute friedlichste Land Europas zu formen. Und das ist weiss Gott eine Leistung!
- Die Schweizer Verfassung – Kompromiss aus Demokratie und Föderalismus – die dritte Folge unserer Serie «Brennpunkte der Demokratie Schweiz mit Claude Longchamp.
- «Die Schweiz – ein gereifter Mischling» – Longchamps Rede zum 170. Geburtstag der Schweiz 2018.
- Warum wird die Gründung der Schweiz ausgerechnet am 1. August gefeiert? – Beitrag meines Kollegen David Eugster, Leiter des swissinfo-Schwerpunkts Geschichte.
Unsere ganze Serie «Brennpunkte Demokratie Schweiz mit Claude Longchamp»
Die Aufgabe der Neutralität wäre Selbstmord – die Warnung von Putins Lügenpresse an die Adresse der Schweiz.
Soll die Schweiz Ländern, an die sie Waffen und Munition liefert, die Weitergabe dieses Kriegsmaterials an die Ukraine erlauben? Darüber ist in der Schweiz eine politische Debatte entbrannt.
Die Regierung steht klar auf der Bremse. Exponentinnen und Exponenten der Mitteparteien aber sprachen sich am Wochenende dafür aus.
Nun mischt sich Kriegsführer Putin respektive «Russia Today», also sein Propaganda-Sender, in die Debatte ein. Und das mit einer expliziten Drohung.
Wie realitätsfremd der Kriegsführer und sein Hoforgan doch inzwischen funktionieren.
- Putin-Sender warnt die Schweiz vor «Selbstmord», falls sie Waffen-Weitergabe ermöglichtExterner Link – Beitrag auf Watson.ch.
- FDP-Chef Burkart will Waffenexporte erleichternExterner Link – Bericht im Blick.
- Die Lehre aus dem Theater um Waffenlieferungen an die Ukraine: Achtung, Entscheide des Parlaments haben Konsequenzen!Externer Link – Beitrag der NZZ.
2021 war nicht nur Pandemiejahr, sondern auch Unwetter-Schreckensjahr.
Überschwemmungen, Schlammlawinen, Hangrutsche und Felsstürze – Unwetter haben in der Schweiz so viele Schäden verursacht wie zuletzt vor fast 15 Jahren.
Die Schadensumme von 450 Millionen Franken geht hauptsächlich auf die Hochwasser im letzten Sommer zurück. 2007 waren es 700 Mio. Franken gewesen.
Es mutet fast wie ein Glück an, dass bei den grossflächigen Unwettern lediglich eine Person umkam.
- Schweiz verzeichnet grösste Unwetterschäden seit 2007Externer Link – Beitrag von SRF News.
- Schweiz erlebt grossflächiges Hochwasser – unser Beitrag aus dem letzten Sommer, als die Schweiz «Land unter» war.
- Weit extremere Hochwasserereignisse möglich als bislang vermutet –Agenturmeldung zum steigenden Unwetter-Risiko.
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«Privates Glück vor EM-Start»: Was ist spannend an dieser Headline?
Vielleicht gar nichts, denn ich zweifle ja selbst daran. Aber etwas ist doch dran: Die beste Fussballerin der Schweiz hat sich verlobt – mit einer Frau.
Es kann also nur gut kommen, wenn Ramona Bachmann, die beste Angreiferin der Schweizer Fussball-Nati, mit Schmetterlingen im Bauch in den Saisonhöhepunkt steigt.
Ich wünsche ihr und ihrer künftigen Frau alles Glück der Erde. Privat und sportlich. Das Spannende liegt für mich aber im Subtext: Bei den Männern wäre eine solche Schlagzeile immer noch absolut undenkbar. Das ist nicht nur schier unvorstellbar, sondern richtiggehend «gschämig».
- Nati-Star Bachmann hat sich verlobtExterner Link – Bericht im Blick.
- Lara Dickenmann: «Viele schwule Fussballer schlagen aus Angst keine Karriere ein»Externer Link – die Schweizer Rekord-Nationalspielerin erklärt den Unterschied.
- Ehe für alle: Die Schweiz überholt ihre Nachbarn – so reagierte die ausländische Presse auf das Ja der Schweiz zur gleichgeschlechtlichen Ehe von letztem September.
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