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Gruppenfoto Ukraine Recovery Conference

Heute in der Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren

Wussten Sie, dass in der Schweiz 100'000 Arbeitsstellen unbesetzt sind? Und dass gleichzeitig ein Bevölkerungswachstum um 200'000 Menschen erwartet wird? 

Freundliche Grüsse aus Bern

Gruppenfoto Ukraine Recovery Conference
© Keystone / Michael Buholzer

Wie stufen die Medien die Ukraine-Konferenz ein? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Diplomatische Delegationen, die über den Wiederaufbau diskutieren und vor dem Lago di Lugano für die Presse posieren, während in der Ukraine Bomben fallen – die Ukraine Recovery Conference (#URC2022), die am Montag und Dienstag in Lugano stattfand, wird in der Schweizer Presse kontrovers diskutiert.

Nicht nutzlos, aber eine Randnotiz in diesem Krieg sei die Konferenz, urteilt die Online-Plattform Watson. Es sei gelungen, ein Signal zu senden, mehr nicht. Über den Wiederaufbau aber werde an anderer Stelle bestimmt, etwa in Deutschland, das selbst eine Wiederaufbaukonferenz angekündigt hat – für 2024.

Die Deutsche Ursula von der Leyen, als EU-Kommissions-Präsidentin prominenteste Teilnehmerin an der Konferenz, versprach einen Gipfel mit den «hellsten Köpfen» und sorgte damit «beinahe für einen Eklat», so der Tages-Anzeiger. In ihrem Kommentar streicht die Zeitung die Bedeutung der Konferenz für die Ukraine heraus: Die kriegsversehrten Gebiete nördlich von Kiew bräuchten jetzt Hilfe, es sei zynisch zu verlangen, sie müssten mit dem Wiederaufbau das Kriegsende abwarten.

Auch die Neue Zürcher Zeitung betont die Dringlichkeit, der Ukraine zu helfen. Die Schweiz sieht sie in einer Nebenrolle, aber die Konferenz sei doch eine Chance gewesen, einen «Pluspunkt herauszuholen». Anders sieht das die Webseite Inside Paradeplatz, sie hatte die Konferenz schon im Vorfeld als «teure Show auf Kosten des Steuerzahlers» disqualifiziert.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Balz Rigendinger

Was braucht es Ihrer Ansicht nach für den Wiederaufbau der Ukraine?

Was wäre in Ihren Augen auch noch wichtig oder eine absolute Priorität, um dem angegriffenen Staat eine gute Zukunft zu ermöglichen?

109 Kommentare
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IT Mitarbeitende
Keystone / Laurent Gillieron

Rekord Nr. 1: So viele Arbeitstellen unbesetzt wie noch nie.

Während in der Schweiz die Vorbereitungen gegen eine Gas- und Stromknappheit im Winter laufen, ist eine andere Mangellage bereits Tatsache: Diejenige der Arbeitskräfte. Erstmals überhaupt sind in der Schweiz über 100’000 Stellen unbesetzt. Und das bei einer Bevölkerung von etwas über 8,5 Millionen Menschen.

Personalmangel beklagen Firmen quer durch alle Branchen. Am spürbarsten ist Lücke derzeit im Reiseverkehr. Die Unterbesetzung von Airlines und Flughäfen hat zu Ferienbeginn Annulationen, Wartezeiten und viel Frust produziert. Weniger in der Öffentlichkeit sind die Spitäler, die nach der Corona-Phase wieder Operationen verschieben müssen – wegen Personalmangel.

  • In welchen Sektoren die meisten Stellen offen sind, lesen Sie in unserem Beitrag hier.
  • Und hier erfahren Sie, warum der Personalmangel die Schweiz jedes Jahr 60 Milliarden Franken kosten wird.
Menschenmasse
© Keystone / Michael Buholzer

Rekord Nr. 2: Die Schweiz wächst um 200’000 Menschen.

Neues Bevölkerungswachstum: Geht es so weiter, könnte die Schweiz bis Ende Jahr um die Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt wachsen. Damit kommen wir der 9-Millionen-Schweiz näher.

Grossen Anteil daran hat natürlich der Ukraine-Krieg: Knapp 60’000 Ukrainer:innen sind seit Kriegsbeginn in die Schweiz gekommen. Unklar ist, ob noch mehr kommen – oder ob sie bald wieder zurückkehren werden. Das hängt natürlich alles vom Kriegsverlauf ab.

Das bringt Herausforderungen mit sich: Wohnungen, Schulen etc. Es hat aber auch sein Gutes: So können wir vielleicht bald Österreich bei der Bevölkerungszahl überholen 😊

Borgen Schauspielerinnen
Keystone / Philip Davali

Was Schweizer Politiker:innen für Serien schauen.

Was machen eigentlich Politiker:innen in ihrer Freizeit? Offensichtlich nicht viel anderes als wir Übrigen. Sie schauen zum Beispiel Netflix.

Eine kleine Recherche der Wochenzeitung hat etwas ziemlich interessantes festgestellt: In der Schweiz schauen (überdurchschnittlich?) viele Politiker:innen die dänische Polit-Serie Borgen – und zwar aus dem gesamten Parteienspektrum.

Hätten Sie so etwas erwartet? Gut, es macht ja irgendwie Sinn, dass man eine künstlerische Inszenierung der eigenen Branche anschauen will. Sozusagen die Position von jemand anders einnehmen. Oder geht es um Inspiration? Die Antworten der angefragten Politiker:innen sind auf jeden Fall interessant.

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