Ansturm auf Winter-RS
8500 Rekruten und 33 Rekrutinnen sind zur Winter-Rekrutenschule eingerückt. Die dritte und letzte RS im Jahr ist laut dem Verteidigungsdepartement jeweils die beliebteste. Das führt teilweise zu Engpässen.
Am Montag rückten 200 Wehrpflichtige weniger ein als vor Jahresfrist. Die Infanterie, die Panzer- und Fliegertruppen weisen für diese Winter-RS viele Einrückende auf. Die Ausbildungsplätze in den 26 Schulen dürften zu 98% belegt sein, hiess es.
1120 der eingerückten Rekruten werden ihre Dienstpflicht als Durchdiener leisten.
Die Armee könne nicht garantieren, dass alle Rekruten dort ihre RS leisten, wo sie eingerückt sind, sagte Christoph Brunner, Sprecher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Die Zahl der Umteilungen dürfte aber klein bleiben.
Nach Hause geschickt wird nach Brunners Angaben kein Eingerückter. Immerhin hätten die jungen Leute auch ihren Lebensplan und wollten darum die RS zum aktuellen Zeitpunkt leisten.
In der Planung und Rekrutierung setzt die Armee teilweise auf eine Überbuchung. Von den ursprünglich jeweils Aufgebotenen verschieben bis zu einem Viertel ihren Dienst oft noch kurzfristig. So stellt nur die Überbuchung sicher, dass die Ausbildungskapazität optimal ausgelastet ist.
Der Anteil der Rekrutinnen ist auch in der Winter-RS gering: 2008 meldeten sich insgesamt 157 Frauen für die Ausbildung in der Armee. 33, also 22%, kamen nicht durch die Aushebung. Weitere 17% verliessen die RS in den ersten drei Wochen.
Zu geringe Belastbarkeit, zu wenig Komfort und fehlendes Privatleben in der Kaserne sowie das Benehmen der Männer waren Gründe für das Ausscheiden der Rekrutinnen.
swissinfo.ch und Agenturen
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