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Appell an Gaddafi

Die Familie des ABB-Mitarbeiters Max Göldi appelliert an den libyschen Staatschef Muammar Gaddafi, die zwei festgehaltenen Schweizer freizulassen. Seinem Bruder gehe es nicht gut, sagte Moritz Göldi gegenüber dem Schweizer Fernsehen.

In einem Interview in der Rundschau des Schweizer Fernsehens am Mittwochabend sagte Moritz Göldi, dass Grosszügigkeit und Gastfreundschaft in der libyschen Gesellschaft einen hohen Stellenwert hätten.

«Wir appellieren an Muammar al-Gaddafi und an die libysche Regierung, in einem humanitären Akt Rachid (Hamdani) und Max (Göldi) heimreisen zu lassen.»

Seinem Bruder gehe es nicht gut. Er leide unter Angstzuständen und Albträumen. Dies vor allem seit den sieben Wochen, in denen er und Hamdani an einem unbekannten Ort festgehalten worden seien. Die Isolation sei eine grosse psychische Belastung gewesen, sagte Moritz Göldi.

Positiv äusserte er sich über die Zusammenarbeit mit dem Aussendepartement. Seine Familie sei von Beginn weg vom EDA in allen Fragen einbezogen worden. Auch die Kritik an der Reise von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz könne er nicht nachvollziehen.

Rachid Hamdani und Max Göldi waren vor 17 Monaten als Reaktion auf die vorübergehende Festnahme des Gaddafi-Sohnes Hannibal in Genf von den libyschen Behörden an der Ausreise aus dem nordafrikanischen Land gehindert worden.

In diesem Herbst waren sie während sieben Wochen an verschiedenen Orten isoliert worden. Nun soll ihnen der Prozess wegen Verletzung der libyschen Aufenthaltsbestimmungen gemacht werden. Zur Zeit halten sie sich in der Schweizer Botschaft in Tripolis auf.

swissinfo.ch und Agenturen

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