Armee lässt Rücken der Rekruten untersuchen
Die Schweizer Armee will mehr wissen über die Rückenprobleme ihrer Rekruten. Seit dem letzten März stellen sich 1200 Rekruten einer Infanterie-Rekrutenschule in Liestal freiwillig für eine Studie zur Verfügung.
Bei der Studie führt ein Teil der Rekruten täglich gezielte Übungen durch, um die Rückenmuskulatur zu stärken, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Donnerstag mitteilte. Zum Einsatz kämen auch Vibrationsplatten. Danach wird das Auftreten von Rückenbeschwerden bei den Rekruten erfasst.
In den letzten Jahren seien junge Menschen immer weniger häufig mit körperlicher Belastung konfrontiert, heisst es weiter. Als Folge davon breite sich die Volkskrankheit Rückenschmerzen mehr und mehr aus. Rückenbeschwerden seien bei 10 Prozent der RS-Entlassungen aus medizinischen Gründen mitverantwortlich, weil die Belastung im Militär für viele ungewohnt sei.
Mit den Studienresultaten will die Armee herausfinden, ob sie Rückenbeschwerden im Militär besser vorbeugen kann. Erste Ergebnisse zeigen, dass unter den Rekruten grosse Unterschiede in der körperlichen Leistungsfähigkeiten und Belastbarkeit bestehen.
Das Interesse gilt nicht nur den Rückenbeschwerden der Rekruten, sondern auch den Rückenbeschwerden der jungen Schweizer Bevölkerung im allgemeinen. Dafür seien die Rekruten eine repräsentative Gruppe. Auch der Umgang mit Rückenschmerzen wird untersucht.
Geleitet wird die einjährige Studie von Michael Gengenbacher, Chefarzt der Rheumatologie am Basler Spital Bethesda. Die Studie wird auf Rekruten der Sommer- und Winter-Rekrutenschule ausgedehnt.
swissinfo.ch und Agenturen
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