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Bundesrat verteidigt Schiess-Traditionen

Alte Traditionen im Schiesswesen will der VBS-Chef nicht antasten. Keystone Archive

Am Eidgenössischen Veteranen-Schützenfest in Emmen hat Bundesrat Samuel Schmid für das obligatorische Schiessen plädiert. Er will zudem verhindern, dass eine Annäherung an Europa die Schweizerischen Waffen-Traditionen grundlegend ändern könnte.

«Wer eine Waffe zu Hause hat, muss die Handhabung dieser Waffe jederzeit beherrschen und die Sicherheits-Bestimmungen kennen», sagte Schmid am Mittwoch (08.08.) am Veteranen-Schützenfest im luzernischen Emmen. Das obligatorische Schiessen bilde nach wie vor die Grundlage für das Gefechtsschiessen. Es solle deshalb auch weiterhin beibehalten werden.

Waffengesetzt zugunsten der Schützen

Schmid erörterte auch den Konflikt zwischen den Bemühungen um eine Einschränkung des Schusswaffen-Gebrauchs und den Interessen der Schützen.

Die Anstrengungen von UNO und OSZE gegen die starke Verbreitung und den Missbrauch von Kleinwaffen lägen auch im Interesse der Schützenverbände, sagte Schmid.

In den Verhandlungen habe die Schweiz die Interessen von Polizei, Sportschützen, Jägern und Sammlern vertreten. Sie werde dies auch weiterhin tun.

Waffe kommt weiterhin auf den Estrich

Man habe darauf hingewirkt, dass die Rahmen-Bedingungen des Schweizer Wehrwesens respektiert werden. Weiterhin wird also die ausserdienstliche Dienstpflicht und die Heimgabe der persönlichen Waffe beibehalten.

Traditionen trotz Schengen nicht antasten

Wie sich ein allfälliger Beitritt zum Schengen-Abkommen auf Waffenerwerb und -besitz auswirke, werde zurzeit abgeklärt, sagte Schmid. Das Abkommen wolle zwar den Waffenschmuggel unterbinden – was auch im Interesse der Schweiz liege -, nicht aber die schweizerischen Traditionen antasten.

swissinfo und Agenturen

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