Calmy-Rey bedauert Nicht-Einladung nach Israel
Die Schweizer Regierung ist zu den Feierlichkeiten zu Israels 60. Geburtstag Mitte Mai nicht eingeladen. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey bedauert, dass kein Bundesrat eingeladen worden ist.
Während Staatspräsident Schimon Peres Amtskollegen wie US-Präsident George W. Bush und andere zu den Feierlichkeiten rund um den 14. Mai empfängt, wird die Schweiz lediglich vom Botschafter in Tel Aviv vertreten.
«Persönlich bedaure ich es aber, dass unser Land nicht auf Bundesratsebene eingeladen wurde», sagte Calmy-Rey in der Sonntagspresse.
Verschiedene Politiker hatten am Samstag die Meinung vertreten, dass die Schweizer Nahost-Politik in Israel zu Verärgerung geführt haben könnte.
Die Schweiz habe sich nie parteiisch verhalten, konterte Calmy-Rey am Sonntag. Vielmehr setze sich das Land aktiv für die Menschenrechte ein. Gerade Israel sollte dies verstehen und schätzen.
Ein Frieden in der Region sei nur durch den Einbezug aller wichtigen Staaten und Gruppierungen möglich. Deshalb spreche die Schweiz als neutraler Staat auch mit allen.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch