Ende der Kastration ohne Betäubung gefordert
Vier Schweizer Tierschutz-Organisationen haben am Dienstag in Bern das sofortige Ende der Kastration von Ferkeln ohne Betäubung gefordert. Sie sind empört über den Bundesrat, der die Übergangsfrist verlängern will.
Statt wie im revidierten Tierschutzgesetz bereits vorgesehen, soll die Regelung laut der Landesregierung erst Ende 2010 gelten. Der Bundesrat habe dem Druck der Gegner des Verbots nachgegeben, betonten der Schweizer Tierschutz (STS), die Nutztierorganisation KAGfreiland, Bio Suisse und die Gesellschaft Schweizer Tierärzte (GST).
Bis heute werden laut STS rund 1,3 Millionen männlichen Ferkeln die Hoden in den ersten zwei Wochen nach der Geburt bei vollem Bewusstsein herausgeschnitten. Damit soll der Ebergeruch bei erwachsenen Schweinen verhindert werden.
Das Argument, es gebe keine praxistaugliche Alternative zum Kastrieren, lassen die Organisationen nicht gelten. Laut STS gibt es drei Alternativmethoden: Inhalationsnarkose gegen den Schmerz, Impfung und Ebermast.
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