Flächendeckende Impfaktion für Wiederkäuer
In der Schweiz hat die bislang grösste Impfaktion im Veterinärbereich begonnen: Rund zwei Millionen Rinder, Schafe und Ziegen werden gegen die Blauzungenkrankheit geimpft.
Die für Menschen nicht gefährliche Krankheit ist im Oktober 2007 auch in der Schweiz ausgebrochen. Ohne Impfung müsste mit Hunderten von Krankheitsausbrüchen gerechnet werden, hält das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) fest.
Die Kosten werden von BVET-Sprecher Marcel Falk auf 15 bis 20 Mio. Franken beziffert. Davon übernimmt der Bund die Impfstoffkosten in der Höhe von 4 Mio. Franken. Den Rest teilen sich die Kantone und die Tierhalter.
Nicht geimpft werden Masttiere kurz vor der Schlachtung. Tiere auf schwer zugänglichen Hochalpen werden teilweise erst nach Rückkehr in den Talbetrieb geimpft.
Auch andere Länder Europas impfen ihre Tierbestände. Von den Nachbarländern der Schweiz sind dies bislang Deutschland, Frankreich und das Fürstentum Liechtenstein.
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