Freihandels-Abschluss mit Ukraine in Sicht
Das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten, zu denen auch die Schweiz gehört, und der Ukraine soll bis 2010 unter Dach sein. Dieses Ziel haben Bundesrätin Doris Leuthard und der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko vereinbart.
Beide Länder hätten ihr Interesse an einem raschen Abschluss bekundet, sagte Christophe Hans, Informationschef des Schweizerischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) anlässlich des Besuchs von Juschtschenko in Bern. Die erste Verhandlungsrunde war im April gestartet worden.
Die Schweiz sei interessiert, bis im Sommer 2010 einen Abschluss zu erzielen, sagte Leuthard nach Angaben von Hans. Damit würde der Marktzugang erleichtert, was in der gegenwärtigen Krise ein positives Signal für die Unternehmen wäre. Dieses Ziel wollten sich die zwei Länder setzen, obwohl es ziemlich ehrgeizig sei.
Juschtschenko seinerseits sagte, das Freihandelsabkommen mit den EFTA-Staaten sei für die Ukraine eine prioritäre Aufgabe.
Gleichentags gaben die vier EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island bekannt, dass sie ebenfalls ein Freihandelsabkommen mit Russland anstreben.
Dadurch könnten die Partner das Potenzial für wirtschaftliche Zusammenarbeit besser nutzen. Zu diesem Schluss waren die Autoren einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie gekommen.
Die Verhandlungen sollen laut EVD im Laufe des Herbstes 2009 eröffnet werden.
swissinfo.ch und Agenturen
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