«Gründung einer neuen Partei ist eine Option»
Für Bundesrat Samuel Schmid ist die Gründung einer neuen liberalen Partei "eine Option". Wie er selber auf einen Ausschluss der Bündner Kantonalpartei reagieren wird, will Schmid erst später sagen.
Am Sonntag entscheidet der Zentralvorstand der SVP Schweiz im Streit um die Parteimitgliedschaft von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf über die Zukunft der Bündner SVP. Es ist zu erwarten, dass diese ausgeschlossen wird.
Wenn der Ausschluss rechtskräftig sei, wolle er eine klare Antwort über seinen Verbleib in der Partei geben, sagte Schmid in einem Interview.
Der Berner zeigte Verständnis dafür, dass sich die Bündner überlegen, eine eigene Partei zu gründen. Immerhin habe die SVP Graubünden Regierungsräte, Nationalräte und andere Mandatsträger, die mit dem Vorgehen der Mutterpartei nicht einverstanden seien.
Für sich selber schliesst Schmid einen Beitritt zur FDP aus. «Es gibt Politologen, die längerfristig eine Sammlung von Kräften aus FDP, SVP und CVP für möglich halten. Vielleicht muss man die ganze Angelegenheit als Prozess sehen.»
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