Joseph Deiss soll Uno-GV präsidieren
Alt Bundesrat Joseph Deiss soll 2010/2011 die 65. Uno-Generalversammlung präsidieren. Die Schweiz hat den Freiburger als Kandidaten für das Amt ins Rennen geschickt, wie das EDA am Donnerstag eine Meldung von NZZ Online bestätigte.
Der Bundesrat habe Joseph Deiss der westeuropäischen Staatengruppe WEOG als Kandidat vorgeschlagen, sagte Georg Farago, Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte Deiss, er sei von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey kontaktiert worden. «Wir haben ernsthaft diskutiert.» Der Bundesrat habe schliesslich im August eine Kandidatur vonseiten der Schweiz beschlossen. Er habe den Vorschlag der Regierung «sofort» akzeptiert.
Der Präsident der Uno-Generalversammlung wird im Rotationsverfahren bestimmt. Die WEOG darf ab September 2010 ein Jahr lang den Präsidenten stellen.
In der Regel einigt sich die Regionalgruppe auf eine Person und schlägt der UNO dann eine Einer-Kandidatur vor. Laut NZZ Online will auch Belgien einen Kandidaten vorschlagen. Um wen es sich dabei handelt, ist aber noch nicht bekannt.
Die grossen Parteien stehen der Schweizer Kandidatur mehrheitlich positiv gegenüber. Eine gute Vernetzung in der Welt sei zu begrüssen. Auch dass das EDA auf alt Bundesrat Joseph Deiss setzt, wird – mit Ausnahme der Schweizerischen Volkspartei (SVP) – gutgeheissen.
swissinfo.ch und Agenturen
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