Regierungen in den Kantonen Uri und Aargau wieder komplett
Im Kanton Uri ist die Zauberformel in der Regierung nach 32 Jahren gesprengt worden. Der Parteilose Markus Stadler eroberte im zweiten Wahlgang den bisher einzigen Sitz der SP. Im Kanton Aargau verteidigte die FDP ihren zweiten Sitz in der Regierung.
Kanton Uri
Die Christlich Demokratische Volkspartei (CVP) besetzt im Kanton Uri weiterhin vier Regierungssitze, die Freisinnig Demokratische Partei (FDP) verfügt über zwei Mandate in der siebenköpfigen Exekutive.
Neben dem 52-jährigen parteilosen Finanzberater Stadler, der mit 4’805 Stimmen das zweitbeste Resultat erzielte, ging der zweite noch zu vergebende Sitz erwartungsgemäss an den Kandidaten der CVP, Isidor Baumann. Der 45-jährige Landwirt und Vermessungstechniker kam auf 4’864 Stimmen. Sein Parteikollege Leo Brücker erzielte nur 3’740 Stimmen und schied damit als Überzahliger aus.
Die Sozialdemokraten (SP), die im ersten Wahlgang mit dem früheren Linksaktivisten Reto Gamma klar gescheitert waren und in der Folge ihren Kandidaten auswechselten, konnten ihren bisher einzigen Sitz nicht verteidigten. Sie scheiterten auch mit dem als gemässigt eingestuften Anwalt Walter Wüthrich, der lediglich 4’365 Stimmen auf sich vereinigen konnte.
Der Kandidat der FDP, Markus Gisler, erzielte 2’141 Stimmen und konnte damit den Anspruch seiner Partei nicht erfüllen, in der siebenköpfigen Urner Regierung einen dritten Sitz zu erobern.
Mit dem Erfolg des Parteilosen Stadler wird die Zauberformel in der Urner Regierung nach 32 Jahren gesprengt. Im ersten Wahlgang vom 12. März waren lediglich die drei Bisherigen Martin Furrer (CVP), Gabi Huber (FDP) und Peter Mattli (FDP) sowie die beiden Neuen Josef Arnold (CVP) und Oskar Epp (CVP) gewählt worden.
Die drei bisherigen CVP-Vertreter Ambros Gisler, Anton Stadelmann und Hansruedi Stadler sowie der einzige SP-Regierungsrat Alberik Ziegler waren im Hinblick auf die Gesamterneuerungswahl von ihrem Amt zurückgetreten.
Kanton Aargau
Der Aargauer Regierungsrat (Kantonsregierung) ist wieder komplett: Peter Beyeler von der Freisinnig Demokratischen Partei (FDP) ist als Nachfolger des in den Ständerat gewählten Baudirektors Thomas Pfisterer in die Regierung gewählt worden.
Die Stimmbeteiligung betrug 36,5 Prozent.
Beyeler erreichte am Sonntag (21.05.) im zweiten Wahlgang 86’799 Stimmen. Auf den parteilosen Herausforderer René Picard (parteilos) entfielen lediglich 25’819 Stimmen.
Mit dem 55-jährigen Ingenieur und Grossrat aus Baden haben die Aargauer Freisinnigen erwartungsgemäss ihren zweiten Sitz in der Regierung verteidigen können.
Damit setzt sich die Aargauer Regierung weiterhin aus zwei FDP-Vertretern und je einem SVP- und CVP-Mitglied sowie einem Parteilosen zusammen.
Bei der Gesamterneuerungswahl Ende November wird auch die SP wieder um einen Sitz in der Regierung kämpfen.
swissinfo und Agenturen
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