Reisefreiheit wichtiger als Datenschutz
Der äusserst knappe Ausgang der Volksabstimmung zur Einführung des biometrischen Passes mit Foto und Fingerabdrücken war geprägt durch die Angst, nicht mehr frei reisen zu können. Eine Rolle spielte ebenfalls die Befürchtung, der Datenschutz könnte ausgehöhlt werden.
Die Vox-Analyse des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Genf und des Berner Forschungsinstituts gfs analysierte das Abstimmungsverhalten der Urnengängerinnen und –gänger vom 17. Mai, als mit nur 5500 Stimmen Vorsprung die Einführung des biometrischen Passes beschlossen wurde.
Für den positiven Ausgang war laut der Vox-Analyse vor allem das Vertrauen in die Regierung und die Identifizierung mit einer Partei ausschlaggebend. Jene, die für eine abgeschottete Schweiz eintreten, die ihre Tradition schützt, stimmten Nein – im Gegensatz zu jenen, die sich zu einer modernen, offenen Schweiz bekennen.
Die Ja-Stimmenden sahen die Vorteile in der Reisefreiheit ins Ausland und beim Schutz vor Missbräuchen des Schweizer Passes. Bei den Nein-Stimmenden überwogen Befürchtungen, der Datenschutz werde durchlöchert.
swissinfo.ch und Agenturen
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