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SBB Cargo: Grünes Licht für Runden Tisch

Durchbruch im Konflikt um SBB Cargo: Zwei Monate lang wollen die Konfliktparteien an einem Runden Tisch verhandeln. Während dieser Zeit sollen die Abbaumassnahmen rückgängig gemacht und der Streik im Industriewerk Bellinzona ausgesetzt werden.

Der Runde Tisch soll «ergebnisoffen und transparent» sein, wie Verkehrsminister Moritz Leuenberger am Samstag nach über dreistündigen Gesprächen mit den Konfliktparteien sagte. Das bedeute auch, dass alle Zahlen auf den Tisch gelegt werden sollten.

Möglich wurde der Durchbruch nach den Worten von Leuenberger durch einen Rückzieher auf beiden Seiten. Die SBB wollen demnach ihrem Verwaltungsrat empfehlen, die Sanierungsmassnahmen für das Industriewerk Bellinzona zurückzuziehen. Das Streikkomitee wird der Basis vorschlagen, den Streik abzubrechen. Streikführer Gianni Frizzo sprach den Tränen nahe von einem Sieg.

Schwierige Situation

Ziel des Runden Tischs ist es laut Leuenberger, den Weiterbestand des Standorts Bellinzona zu garantieren. Die Diskussionen würden aber nicht einfach werden. Auch am Samstag habe sich wieder gezeigt, dass die Situation eine schwierige sei.

An den Gesprächen hatten einerseits Vertretungen der Regierungen der Kantone Tessin und Graubünden sowie eidgenössische Parlamentarier aus diesen Kantonen teilgenommen. Weiter waren die Gewerkschaften SEV, Transfair und Unia, das Streikkomitee sowie Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der SBB vertreten gewesen.

Zuvor hat Vermittler Marco Solari am Freitag dem Verkehrsminister nach seinen Gesprächen mit der SBB und den Streikenden Rückmeldung erstattet.

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