Schweiz ist besorgt über Lage in Honduras
Nach dem Putsch in Honduras fordert die Schweiz die Machthaber auf, die Krise mit friedlichen und demokratischen Mitteln zu lösen. Das EDA sei besorgt über die jüngsten Ereignisse, heisst es in einer Mitteilung.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) fordert die Verantwortlichen zur Wiederherstellung der verfassungsmässigen Verhältnisse und des Rechtsstaates auf.
In Honduras leben rund 270 Schweizerinnen und Schweizer. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) investiert jährlich 5 bis 7 Mio. Franken in Entwicklungsprojekte, vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Trinkwasserversorgung. Die DEZA unterhält in der Hauptstadt Tegucigalpa ein Verbindungsbüro.
Der gestürzte Präsident Manuel Zelaya lieferte sich seit Wochen einen erbitterten Machtkampf mit der Militärführung seines Landes. Für Sonntag war ein Volksentscheid zu einer Verfassungsänderung geplant, mit der sich der linksgerichtete Präsident die Kandidatur für eine zweite Amtszeit ermöglichen wollte.
Das Oberste Gericht hatte das Referendum untersagt, Zelaya zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt. Am Sonntagmorgen nahm ihn das Militär schliesslich fest und flog ihn nach Costa Rica aus.
swissinfo.ch und Agenturen
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