Verbot von Streubomben erreicht
An der internationalen Streubomben-Konferenz in der irischen Hauptstadt Dublin haben sich die 109 teilnehmenden Länder auf ein Verbot von Streubomben geeinigt. Auch die Schweizer Armee hat rund 200'000 Streubomben in ihren Beständen.
Paul Vermeulen von der Schweizer Sektion von Handicap International spricht von einer «historischen Etappe.»
Nach zehntägigen Verhandlungen einigten sich die Teilnehmer auf ein Abkommen, mit dem Einsatz, Herstellung, Transport und Lagerung von Streubomben verboten werden sollen. Zudem verständigten sie sich darauf, Opfern finanzielle Hilfe zu gewähren. Der Text soll im Dezember in Oslo unterzeichnet werden.
Die Schweiz habe auf die von ihr geforderte Übergangsfrist von zehn Jahren zur Zerstörung ihrer Streubomben verzichtet, sagte Vermeulen.
Nach Angaben der Schweizer Sektion von Handicap International lagern in der Schweiz 200’000 Streubomben des Typs M85. Die Bomben wurden vom Schweizer Rüstungsunternehmen Ruag hergestellt.
Die grössten Hersteller von Streumunition (USA, Russland, China, Indien, Pakistan und Israel) hatten sich nicht an den Verhandlungen beteiligt.
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