Versöhnlicher Steinbrück
Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat sich in einem Gespräch mit einer Schweizer Parlamentarierdelegation versöhnlich gezeigt. Er versicherte, das bilaterale Verhältnis mit der Schweiz nicht mehr durch seine Sprache belasten zu wollen.
Mit dem Besuch in Berlin hätten die Wogen im Steuerstreit geglättet werden können, sagte der Präsident der Delegation für die Beziehungen zum Deutschen Bundestag, SVP-Ständerat Maximilian Reimann im Anschluss an den Besuch: «Ich gehe davon aus, dass man jetzt wieder korrekt miteinander umgeht.»
Das Gespräch habe in einem angenehmen Rahmen stattgefunden, sagte Reimann. «Steinbrück hat eingesehen, dass mit einem guten Nachbarn auch ein korrekter Ton angeschlagen werden muss.» Neben Reimann waren SP-Ständerätin Anita Fetz, FDP-Nationalrat Hans Rudolf Gysin und der grüne Nationalrat Geri Müller nach Berlin gereist.
Der deutsche Finanzminister unterstrich laut Reimann, dass er mit der Schweiz möglichst schnell zu einem mit OECD-Standards konformen Doppelbesteuerungsabkommen gelangen wolle.
Steinbrück hatte die Schweiz in den letzten Wochen mehrfach verbal attackiert und dem Land vorgeworfen, Deutsche zur Steuerhinterziehung einzuladen.
swissinfo.ch und Agenturen
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