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Waffenmissbrauch: zivile Stellen beiziehen

Beim Versuch, Missbräuche von Armeewaffen zu verhindern, will die Armee in Zukunft Hinweise auch von Zivilärzten und Behörden sammeln. Für Armeeangehörige soll es sogar zur Pflicht werden, solche Hinweise zu melden.

Diese Vorschläge befinden sich zur Zeit in einer Konsultation bei den Kantonen, wie Sebastian Hueber, Sprecher beim Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), sagte.

Die Armee habe festgestellt, dass bei Behörden oder auch zivilen Ärzten häufig Hinweise auf Probleme vorlägen, jedoch nicht an die Armeestellen weitergeleitet würden, sagte Hueber.

Diese Massnahme soll mit dazu beitragen, dass Personen mit problematischem Verhalten keinen Zugang zu einer Armeewaffe haben. Hinweise auf Missbrauch lieferten häufig auch Angehörige, sagte Hueber weiter. Diese könnten eine Armeewaffe auch selbst bei der Armee hinterlegen, wenn eine Gefährdung vorliegt.

Die Armee steht unter Druck, weil die Sozialdemokraten und die Grünen eine Volksinitiative lanciert haben, welche vorsieht, dass die Armeewaffen im Zeughaus gelagert werden sollen.

Weiter gab die Armee bekannt, dass sie in den kommenden anderthalb Jahren weitere 270 Stellen abbauen will. Auch Entlassungen schliesst sie nicht aus.

swissinfo.ch und Agenturen

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