Schweizer Uhrenexporte steigen im Juli knapp zweistellig
Die Schweizer Uhrenexporte sind im Juli deutlich gestiegen. Nach dem starken Juni setzt sich damit der Aufwärtstrend in nur leicht vermindertem Tempo fort.
(Keystone-SDA) Die Uhrenexporte stiegen zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent auf 2,63 Milliarden Franken, wie der Uhrenverband FH am Donnerstag mitteilte. Im Juni hatten sie sich mit einem Plus von 11,2 Prozent noch eine Spur stärker zugelegt.
Mit dem erneuten Zuwachs der Exporte sind diese in der Gesamtbilanz seit Jahresbeginn in positives Terrain (+0,9 Prozent) vorgerückt. Bis Mitte Jahr lagen die Exporte noch leicht unter dem Vorjahreswert.
Wachstum in den USA beschleunigt
Matchentscheidend für die Bewegungen in der Uhrenexportstatistik sind primär die Entwicklungen im grössten Absatzmarkt USA. Im Juli kletterten die Ausfuhren über den Atlantik um 26,5 Prozent und damit noch einmal mehr als im Juni (+12,7 Prozent).
Mehr als verdoppelt haben sich die Juli-Ausfuhren nach Frankreich (+104,6 Prozent). Frankreich bleibt damit der zweitgrösste Absatzmarkt, auch wenn die Ergebnisse dort nicht die aktuelle Nachfrage in diesem Markt widerspiegeln, so der Verband. Bereits im Mai und Juni hatte Frankreich stark zugelegt, da sich das Land als Logistikdrehscheibe etabliert hatte.
Im drittgrössten Absatzmarkt Japan gingen die Uhrenexporte (-3,7 Prozent) etwas zurück, wogegen im viertwichtigsten Markt Grossbritannien ein klares Plus von 9,5 Prozent resultierte.
Teure und günstige Uhren legen zu
Innerhalb der Preiskategorien zog das oberste Segment mit Uhren ab 3000 Franken um 12 Prozent an, das günstige Segment der Uhren zwischen 200 und 500 Franken wuchs gar um 26,1 Prozent.
Die billigeren Uhren bestätigen laut dem Verband die Erholung des laufenden Jahres, nachdem dieser Bereich zuvor während vier Jahren rückläufig gewesen war. Einen Rückgang um 3,9 Prozent verzeichneten die Uhren im Sektor 500 bis 3000 Franken.