Schwyz realisiert Polizei- und Justizzentrum später als geplant
Im Kanton Schwyz erhalten die Kantonspolizei, das Amt für Justizvollzug und das Amt für Migration erst später als geplant einen gemeinsamen Standort. Der Regierungsrat hat entschieden, die Realisierung des geplanten Polizei- und Justizzentrums (PJZ) zu verschieben.
(Keystone-SDA) Der Kanton baut in Kaltbach bei Schwyz ein neues Verwaltungszentrum. Ein zweites Zentrum will er in Biberbrugg realisieren, dies durch eine Erweiterung des Sicherheitsstützpunkts zu einem Polizei- und Justizzentrum. Das Vorprojekt sieht Kosten von rund 100 Millionen Franken vor.
Der Regierungsrat hat nun aber entschieden, das PJZ in Biberbrugg erst zu realisieren, wenn das neue Gebäude in Kaltbach fertiggestellt ist, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.
Der Regierungsrat begründet die Verschiebung mit der Diskussion um die vielen grossen Bauprojekte des Kantons. Zu diesen gehören auch Kantonsschulbauten in der Ausserschwyz und neu die Erweiterung des Gefängnisses in Biberbrugg.
Der Regierungsrat erklärte, dass er weiterhin vom Bedarf und Nutzen eines PJZ überzeugt sei. Im Verhältnis zu den zusätzlichen Haftplätzen sei das PJZ aber weniger dringlich. Als Nachteil nannte er, dass betriebliche und inhaltliche Synergien, welche er sich vom PJZ verspreche, vorderhand nicht realisiert werden könnten.