Schwyz setzt auf gezielte Förderung der schulischen Heilpädagogik
Die Schwyzer Regierung ist offen für eine befristete Unterstützung eines berufsbegleitenden Masterstudiums in schulischer Heilpädagogik. Das hat er in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Motion mitgeteilt.
(Keystone-SDA) Eingereicht wurde der Vorstoss von SP-Kantonsrat Franz Camenzind. Der Einsiedler forderte den Regierungsrat auf, eine Vorlage für ein Finanzierungsprogramm auszuarbeiten. Dieses soll die Ausbildung zur Lehrperson oder zur Heilpädagogin respektive zum Heilpädagogen mitfinanzieren, verbunden mit der Verpflichtung, nach dem Abschluss während mehrerer Jahre im Kanton zu unterrichten.
Im Kanton Schwyz fehlt es an Lehrpersonen und schulischen Heilpädagogen. Die bestehenden Ausbildungsangebote schreckten Interessierte wegen Zeit- und Kostenaufwand vor einer Ausbildung zurück, schrieb der Motionär. Eine finanzielle Unterstützung solle die Hürden senken, Quereinsteigende gewinnen und qualifizierte Fachkräfte sichern.
Der Regierungsrat anerkennt den Mangel an Fachpersonen in der Volksschule, vor allem in der schulischen Heilpädagogik, wie er in der Antwort schrieb. Der Handlungsbedarf sei «ausgewiesen» und «dringlich», hiess es. Die Zahl unvollständig ausgebildeter Fachkräfte ist laut der Exekutive innert vier Jahren um über 55 Prozent gestiegen.
Die Regierung ist bereit, eine befristete finanzielle Unterstützung für ein berufsbegleitendes Masterstudium der schulischen Heilpädagogik zu prüfen und dem Kantonsrat eine entsprechende Vorlage zu unterbreiten. Diese soll an klare Bedingungen und eine Verpflichtung zur Tätigkeit im Kanton geknüpft sein.
Eine Mitfinanzierung für die Ausbildung von Lehrpersonen lehnt die Regierung hingegen ab.