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MÜNCHEN (awp international) - Der Elektrokonzern Siemens kann sich von seinem Ausstieg beim glücklosen Kerntechnik-Gemeinschaftsunternehmen Areva NP einen Milliardenbetrag erhoffen. Ein unabhängiger Gutachter habe den Wert der Siemens-Anteile an Areva NP auf 1,62 Milliarden Euro festgelegt, teilte der Konzern am Dienstag in München mit. Siemens hatte im Januar 2009 die Gesellschaftervereinbarung gekündigt und will seinen Anteil von 34 Prozent an den Mehrheitseigner, den französischen Atomkonzern Areva S.A., verkaufen.
Die Übertragung der Anteile solle nach der Gesellschaftervereinbarung zwischen Siemens und Areva spätestens Ende Januar 2012 erfolgen. Aus der Veräusserung sei im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2011 ein deutlich positiver Ergebnisbeitrag zu erwarten, hiess es weiter.
Vor dem Verkauf steht indes noch ein Schiedsgerichtverfahren. Dieses soll unter anderem über einen möglichen Auf- oder Abschlag von bis zu 40 Prozent auf die von Areva zu leistende Zahlung entscheiden. Der Auf- oder Abschlag hängt davon ab, ob das Gericht einen Vertragsbruch als erwiesen sieht und welche Seite dem Gericht zufolge die Schuld trägt. Beide Partner werfen sich einen Bruch der Vertragsbedingungen vor. Die Entscheidung des Schiedsgerichts werde für Frühjahr 2011 erwartet und könne möglicherweise eine wesentliche Wirkung auf das Ergebnis haben, hiess es weiter von Siemens.
2001 hatten Siemens und Areva mit dem deutsch-französischen Unternehmen Areva NP einen der weltgrössten Anbieter von Kerntechnik gegründet. Die Münchner waren Junior-Partner und wollten ihren Anteil aufstocken, doch Frankreichs Staatsspitze lehnte dieses Ansinnen stets ab. Schliesslich stieg Siemens 2009 aus, doch der Streit hielt an. Um sich über die Trennungsmodalitäten zu einigen, wurde ein Schiedsverfahren eröffnet. Knackpunkte sind die Abfindung für Siemens und das Wettbewerbsverbot. Nach dem Ende der Verfahrens könnte Siemens seine strategische Partnerschaft mit der russischen Rosatom weiterverfolgen./stb/tw

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