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FÜRTH (awp international) - Nach kräftigen Kostensteigerungen in Fernost und wachsenden Qualitätsproblemen mit Produkten aus China will die SimbaDickie-Group Spielwaren wieder verstärkt in Europa produzieren. So habe der Fürther Spielwarenkonzern in Frankreich ein neues Produktionsgebäude errichtet. Mehrere bestehende Standorte würden mit moderner Spritzgusstechnologie ausgerüstet, berichtete Firmenchef Michael Sieber am Donnerstagabend am Stammsitz des Unternehmens in Fürth. Um weniger von der Produktion in China abgängig zu sein, könne sich die SimbaDickie-Group künftig auch auf ein thailändisches Werk des im Vorjahr erworbenen Spielwarenherstellers Majorette/Solido stützen.
Als Beispiel für Qualitätsprobleme nannte Sieber Holzspielzeug aus chinesischen Spielzeugfabriken. Die Holzbauklötze seien beim Container-Transport aus China nach Deutschland häufig feucht geworden, gelegentlich sei die Ware deshalb mit Schimmel befallen gewesen. "Bei Kleinkinderspielzeug, das schon auch mal in den Mund genommen wird, ist das höchst sensibel", fügte Sieber hinzu. Das Unternehmen, das inzwischen seinen Umsatz zu 75 Prozent im Ausland mache, setze daher bei bestimmten Holzspielsachen auf den 2010 übernommenen Holzspielzeug-Hersteller Heros im Bayerischen Wald.
Einen Teil der dennoch anfallenden Kostensteigerungen - etwa bei Kunststoff - will SimbaDickie mit Preissteigerungen wettmachen. Für Produkte aus europäischer Herstellung kündigte der Firmenchef Preissteigerungen von 3 bis 5 Prozent an, für Produkte aus China und Thailand von rund 10 Prozent. Sieber räumte aber ein, dass es nicht leicht sein werde, die Preissteigerungen am Markt durchzusetzen.
Für das Jahr 2011 peilt SimbaDickie mit den Marken Simba, Dickie, BIG, Smoby, Eichhorn, Noris, Schuco und Heros einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro an. Bereits im Jahr 2010 hatte das Unternehmen mit 570 Millionen Euro (plus 14 Prozent zu 2009) einen Rekordumsatz erwirtschaftet./kts/DP/stw

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