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Caritas-Läden boomen in der Krise

Die Caritas-Läden, die vergünstigte Artikel des täglichen Bedarfs verkaufen, profitieren von Armut und Wirtschaftskrise. Der Umsatz der Läden stieg 2009 um 14% auf 7,14 Millionen Franken, nachdem bereits im Vorjahr ein Anstieg verzeichnet worden war.

Diese Entwicklung stehe in erster Linie im Zusammenhang mit der wachsenden Armut in der Schweiz, schreibt Caritas in einer Mitteilung vom Montag. Die Läden hätten deutliche Frequenzsteigerungen registriert.

2005 gab es 12 Caritas-Läden mit einem Umsatz von rund 2,5 Mio. Franken. 2009 wurden in Olten, Kanton Solothurn, und im luzernischen Sursee die Läden Nummer 18 und 19 eröffnet. Im Kanton Thurgau ist zudem seit Ende 2009 ein Caritas-Verkaufsladen unterwegs.

Die Caritas-Märkte sind als Genossenschaft organisiert. Von den 19 Läden sind nur drei bis vier selbsttragend. «Bei den anderen müssen wir drauflegen», sagte Rolf Maurer, der Geschäftsleiter Caritas-Markt.

Wer in einem Caritas-Laden einkaufen will, benötigt eine Einkaufskarte. Die Karten werden von Sozialämtern und sozialen Institutionen an Personen abgeben, die am oder unter dem Existenzminimum leben, die Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen beziehen oder sich in einer Schuldensanierung befinden.

Wie viele Personen im Besitz einer Einkaufskarte sind, ist der Caritas nicht bekannt. Ein Laden zählt im Schnitt gemäss Maurer 1000 bis 2000 Kunden.

Die Waren stammen aus Überproduktionen, Fehllieferungen, schadhaften Serien und Liquidationen. Das Caritas-Lager befindet sich in Rothenburg, Luzern.

swissinfo.ch und Agenturen

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