Solothurner Verkehr auf Kantonsstrassen hat minimal zugenommen
Auf den Solothurner Kantonsstrassen ist das Verkehrsaufkommen in den vergangenen fünf Jahren insgesamt nur minimal gewachsen. Dies geht aus der kantonalen Verkehrszählung hervor. In den einzelnen Bezirken verlief die Entwicklung jedoch unterschiedlich.
(Keystone-SDA) Die Summe der Verkehrsbelastungen an allen vergleichbaren Zählstellen auf dem Kantonsstrassennetz nahm zwischen den Jahren 2020 und 2025 um 0,1 Prozent zu, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Strassenverkehrserhebung hervorgeht.
Die Bestandesaufnahme findet alle fünf Jahre statt – zuletzt wurde im Juni an 91 Stellen von Hand gezählt. Am Erhebungstag standen rund 720 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sowie Mitarbeitende der kantonalen Strassenunterhaltskreise im Einsatz. Ergänzend flossen Daten aus den automatischen Verkehrszählstellen für den motorisierten Verkehr und den Veloverkehr in die Auswertung ein.
Unterschiede in den Regionen
Für die einzelnen Bezirke ergab sich ein sehr unterschiedliches Bild. Während die Verkehrsbelastung an den Zählstellen in den Bezirken Solothurn/Lebern, Olten und Gösgen abnahm, nahm sie in den Bezirken Wasseramt, Bucheggberg, Gäu, Thal, Dorneck und Thierstein zu. Mit 7,5 Prozent ist der Anstieg im Bezirk Thal am höchsten.
In der Region Olten wurde insgesamt eine Verkehrsabnahme festgestellt. In der Region Solothurn nahm der Verkehr auf der Westtangente in Solothurn ab und auf der Zufahrt zum Autobahnanschluss Kriegstetten zu.
Auf der Verbindung zwischen Oensingen und Balsthal (Klus) zeigte die Verkehrsentwicklung nach oben. Auf den Nationalstrassen im Kanton Solothurn stellte die Zählung insbesondere auf der A2 weiterhin eine Verkehrszunahme fest. Der Sechsspur-Ausbau auf der A1 führte zwischen Oensingen und Solothurn zum Teil zu kleineren Verlagerungen auf das Kantonsstrassennetz.
Beim Veloverkehr zeigt sich zwischen 2020 und 2024 an den automatischen Velozählstellen ein Fahrtenzuwachs von insgesamt 4 Prozent. Die Entwicklung unterscheidet sich jedoch stark je nach Standort. Die höchsten Velofrequenzen werden auf Velowegen abseits der Kantonsstrassen gemessen, wie es hiess.