Stadt Bern schreibt Baufelder von Mittelfeld und Gaswerkareal aus
Die Stadt Bern hat am Montag Baufelder für die Überbauungen auf dem Mittelfeld und dem Gaswerkareal an gemeinnützige Bauträgerschaften ausgeschrieben. Insgesamt sollen mit den Ausschreibungen dereinst 500 preisgünstige Wohnungen entstehen.
(Keystone-SDA) Mit den Ausschreibungen sucht die Stadt zunächst Konzepte für Nutzung und Betrieb der künftigen Quartiere. Konkrete Bauprojekte werden in dieser Phase noch nicht verlangt.
Die Ausschreibungen richten sich ausschliesslich an gemeinnützige Bauträgerschaften. Gefragt seien nachhaltige Konzepte, sagte die Stadtberner Gemeinderätin Melanie Mettler (GLP) am Montag bei einem Medientermin auf dem Gaswerkareal. Dazu gehöre auch, auf den verfügbaren Flächen möglichst vielen Menschen eine hohe Wohnqualität zu bieten.
Die Stadt wünscht sich für die Areale «innovative Nutzungs- und Betriebskonzepte, welche Bezug nehmen auf die bestehenden Strategien und örtlichen Gegebenheiten», wie sie in einer Mitteilung schrieb.
Weiter erwartet sie in den Konzepten Ideen zum künftigen Gewerbe- und Wohnungsmix. Ein Gremium wird die Eingaben im Anschluss bewerten. Über die Vergabe der Baufelder will die Stadt im Dezember dieses Jahres entscheiden. Ab wann auf den Arealen gebaut wird, ist noch nicht klar.
Neun Baufelder auf Mittelfeld, sechs auf Gaswerkareal
Die am Montag lancierte Ausschreibung auf dem Mittelfeld umfasst neun Baufelder in zwei Sektoren. Sie werden alle an gemeinnützige Bauträgerschaften abgegeben. So hat dies letzte Woche das Stadtparlament beschlossen.
Die Ausschreibung auf dem Gaswerkareal umfasst sämtliche sechs Baufelder, die an gemeinnützige Bauträgerschaften vergeben werden. Ein Sektor soll zum lebendigen, urbanen Quartier mit hoher baulicher Verdichtung und Nutzungsdichte werden, der andere zu einem Familienquartier.
Wohnraum für 4000 Menschen
Auf dem Vierer- und Mittelfeld wird Mitte 2027 mit den ersten Bautätigkeiten begonnen, wie es am Medientermin weiter hiess. Erstellt werden etwa Baupisten. Auf dem Areal sollen auf 45 Baufeldern 1100 Wohnungen für 3000 Personen gebaut werden. Die Stadt gibt die Felder im Baurecht an gemeinnützige und marktorientierte Bauträgerschaften ab. Die erste Etappe der Vergabe ist bereits abgeschlossen. Geplant sind vier Bauetappen von 2029 bis 2040.
Auf dem Gaswerkareal sollen 300 bis 500 Wohnungen für rund 1000 Personen entstehen. Das Areal besteht aus 13 Baufeldern, wovon die Stadt neun im Baurecht an gemeinnützige und marktorientierte Bauträgerschaften abgibt. Weiter sind bis zu 25’000 Quadratmeter für Gewerbe, Dienstleistung, Sport, Kultur und öffentliche Nutzungen eingeplant. Gebaut werden soll etappenweise in den Jahren 2029 bis 2035.