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Starke Radioaktivität ausserhalb von Sperrzone in Fukushima

(Keystone-SDA) Ein unabhängiges Expertenteam hat in der japanischen Präfektur Fukushima weit ausserhalb der Sicherheitszone rund um die havarierte Atomanlage eine hohe Konzentration an Radioaktivität im Boden entdeckt. Die hohen Werte wurden rund 60 Kilometer vom Atomkraftwerk entfernt gemessen.

Wie die am Mittwoch veröffentlichte Studie eines Radiologen und mehrerer Bürgergruppen ergab, wurden in Bodenproben Belastungen mit radioaktivem Cäsium von bis zu 307’000 Becquerel pro Kilogramm entdeckt. Der von der Regierung zulässige Höchstwert liegt bei 10’000 Becquerel pro Kilogramm Boden.

Die Radioaktivität könne von dem havarierten Atomkraftwerk stammen, erklärten die Experten. Sie forderten die zentrale sowie regionale Regierungen auf, Kinder und Schwangere aus der Region in Sicherheit zu bringen und das Gebiet zumindest zu einer freiwilligen Evakuierungszone zu erklären.

Ein starkes Erdbeben gefolgt von einem Tsunami hatte Mitte März zur schwersten Atomkatastrophe seit Tschernobyl geführt. Erst am Freitag hatte die japanische Regierung eigentlich Warnhinweise für fünf Gebiete nahe der Atomanlage Fukushima aufgehoben, die allesamt zwischen 20 und 30 Kilometer entfernt liegen. Die Sperrzone in einem Umkreis von 20 Kilometern rings um Fukushima bleibt aber bestehen.

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