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Süsswarenriesen finden Geschmack an Cadbury

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 15:30 publiziert

LONDON (awp international) - Im Poker um den Schokoladenhersteller Cadbury finden weitere Süsswarenriesen Geschmack an dem britischen Marktführer. Nachdem der US-Lebensmittelgigant Kraft Foods den Cadbury-Aktionären bereits ein feindliches Übernahmeangebot unterbreitet hatte, zeigen nun auch der US-Schokoladenproduzent Hershey und der italienische Ferrero-Konzern Interesse, sich Cadbury einzuverleiben. Damit erhöht sich der Druck auf Kraft, tiefer als geplant in die Tasche zu greifen und seine ursprüngliche Offerte von rund elf Milliarden Euro den Cadbury-Aktionären noch zu versüssen.
Ferrero bestätigte am Mittwoch, ein Gegenangebot zu prüfen. Gleichzeitig gab der US-Schokoladenproduzent Hershey bekannt, dass mit Blick auf die Spekulationen eines gemeinsamen Gebots mit Ferrero für Cadbury alle Optionen geprüft würden. Hershey hat schon Geschäftsverbindungen zu Cadbury und stellt in Lizenz Dairy Schokolade und Cadbury Creme-Eier her.
Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass Hershey und Nutella-Hersteller Ferrero eine Fusion von Kraft und Cadbury zum weltgrössten Süsswaren-Konzern mit fast 15 Prozent Marktanteil verhindern wollen. Die Gespräche über eine Gegenofferte hatten dem Bericht zufolge bislang aber noch keine greifbaren Ergebnisse gebracht.
Kraft Foods, der weltweit zweitgrösste Lebensmittelkonzern und Hersteller von Milka-Schokolade oder Philadelphia-Frischkäse, war zunächst im September bei der Cadbury-Konzernspitze mit einem Übernahmeangebot abgeblitzt. Anschliessend trat Kraft mit einer Offerte von 9,8 Milliarden Pfund (11 Mrd Euro) direkt an die Aktionäre heran. Das Cadbury-Management hatte die Aktionäre aufgefordert, nicht auf das Kraft-Angebot einzugehen. Bis zu einer Entscheidung der Anteilseigner können noch viele Wochen vergehen.
Bei seinem Angebot an die Aktionäre hatte Kraft im November seine ursprüngliche Offerte für die Konzernspitze aus dem September nicht nachgebessert. Offensichtlich sah das Unternehmen dazu keinen Zwang, weil noch kein anderer Konkurrent in das Bieterrennen eingestiegen war.
Kraft Foods will die Übernahme mit einem Mix aus Bargeld und eigenen Aktien stemmen. Wegen Aktienkurs- und Währungsschwankungen war das feindliche Übernahmeangebot mit 9,8 Milliarden Pfund sogar etwas weniger Wert als bei der ersten Anfrage, als die Offerte einen Wert von 10,2 Milliarden Pfund hatte./pf/ne/DP/zb

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