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Sunrise und Orange rekurrieren gegen Fusionsverbot der Weko

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 15:55 publiziert

Zürich (awp/sda) - Orange und Sunrise nehmen das Verbot der Wettbewerbskommission (Weko) für ihre Fusion nicht hin. Sie haben Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht, wie Orange-Sprecherin Therese Wenger am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.
Dies sei ein rein formeller Schritt. Damit würden sich die Mutterhäuser beider Telekomunternehmen, France Télécom und die dänische TDC alle Optionen offen behalten. Diese Optionen würden derzeit evaluiert, sagte Wenger weiter.
Dabei handelt es sich um ein neues Gesuch beider Gesellschaften bei der Weko, in dem sie Zugeständnisse machen würden. Die Weko hatte ihr Verbot Ende April damit begründet, dass sie ein marktbeherrschendes Duopol in der Schweiz durch die Swisscom und die fusionierte Orange/Sunrise verhindern wolle.
"Wir glauben nach wie vor an eine Fusion", sagte Wenger weiter. Wenn man das Dossier in abgeänderter Form nochmals einreiche, müsste Orange-Besitzerin France Télécom nochmals mit Sunrise-Eignerin TDC verhandeln, hatte Orange-Schweiz-Chef Thomas Sieber vor kurzem gesagt. Dabei wären auch Verhandlungen über den Kaufpreis denkbar.
Die beteiligten Unternehmen könnten sich auch direkt an den Bundesrat wenden, um trotz des Neins der Weko doch noch zu fusionieren. Die Wahrscheinlichkeit dieses Weges sei aber "eher gering", sagte Sunrise-Sprecherin Natasja Sommer zu AWP. Denn das Kartellgesetz verlange dafür ein "überwiegendes öffentliches Interesse."
Nur auf einen Erfolg des Rekurses zu setzen, ist für beide Unternehmen keine Lösung: Eine Beschwerde gegen das Fusionsverbot dauert nämlich zu lange.
ra

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