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Swatch gibt sich optimistisch

Anna Kurnikowa - Werbeträgerin für Omega von der Swatch Group

(Keystone Archive)

Der weltgrösste Uhrenkonzern, die Swatch Group, hat 2003 einen Gewinn von 492 Mio. Franken erwirtschaftet.

Das ist etwas weniger als im Vorjahr und entspricht den Analysten-Erwartungen. Für das laufende Jahr gibt sich der Konzern optimistisch.

Es war das dritte Jahr in Folge, dass der Reingewinn schrumpfte. Das ganze Jahr über lastete die Dollarschwäche auf den Verkäufen des Konzerns.

Der Umsatz ging, wie schon im Februar bekannt gegeben, um 3,5% auf 3,983 Mrd. Franken zurück. In Lokalwährungen hatte ein Plus von 1,6% resultiert.

Die Marken der Gruppe, darunter Breguet, Omega und Swatch, hätten ihre Umsätze und Ergebnisse im zweiten Semester 2003 gegenüber dem ersten Halbjahr verbessern können, heisst es in einem Konzerns-Communiqué. Die konsequente Umsetzung der Strategie, keine kurzfristigen Feuerwehr-Übungen zu machen, habe Früchte getragen.

Im grössten Swatch-Bereich, den Uhren, ging der Umsatz 2003 wie schon bekannt um 2% auf 2,921 Mrd. Franken zurück. Der EBIT stige aber gleichzeitig um 0,2% auf 516 Mio. Franken.

In der Uhren-, Uhrwerk- und Komponentenproduktion musste Swatch allerdings einen Umsatzrückgang von 4,2% auf 1,239 Mrd. Franken hinnehmen. Das EBIT sank um 61,2% von 85 Mio. auf 33 Mio. Franken.

Positiv war die Entwicklung bei den Elektronischen Systemen mit einem Umsatzanstieg um 0,6% auf 511 Mio. Franken. Das EBIT kletterte um 12,3% auf 64 Mio. Franken. Hier hat laut Angaben vor allem die Anfang 2003 zum Konzern gestossene Sokymat Automotive ihren Beitrag geleistet. Auch in diesem Segment konnten Marktanteile gewonnen werden.

Aktienrückkaufs-Programm

Das Betriebsergebnis (EBIT) sank auf 594 Mio. nach 632 Mio. Franken im Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Reingewinn von 493 Mio. Franken und einem EBIT von 595 Mio. Franken gerechnet.

Die von Nicolas Hayek und seiner Familie kontrollierte Swatch Group denkt auch an ihre Aktionäre: Die Dividende soll um rund 30%, von 22 auf 29 Rappen pro Namenaktie beziehungsweise von 1,10 auf 1,45 Franken pro Inhaberaktie, erhöht werden. Dieser Schritt kam, wie es im Aktienhandel hiess, überraschend.

Weiter wurde in dem Communiqué ein Aktienrückkaufs-Programm in Aussicht gestellt. Der genaue Zeitpunkt ist noch offen.

Optimismus für 2004

Die verbesserte Situation im zweiten Semester 2003 stimmt die Swatch-Verantwortlichen zuversichtlich. In vielen Märkten zeige sich eine Verbesserung der Konsumentenstimmung sowie eine Belebung der Weltwirtschaft. Dies sollte sich nach Angaben des Konzerns auch im laufenden Jahr auf die Umsätze auswirken.

Stabile Preispolitik, gepaart mit fokussierten Marketinginvestitionen und innovativen Neulancierungen hätten ebenso zur Entwicklung beigetragen wie die verstärkte Präsenz in Regionen wie dem Nahen Osten.

Der leicht abgeschwächte negative Währungseinfluss gegen Ende 2003 habe sich ebenfalls positiv auf die Umsatzentwicklung und Profitabilität ausgewirkt. Auf der Kostenseite würden auch inskünftig Verbesserungsanstrengungen unternommen.

Im Ausblick gibt sich die Swatch Group angesichts des guten Starts für das laufende Jahr zuversichtlich. Es wird mit höheren Verkäufen gerechnet.

Positive Impulse erhofft sich Swatch auch von neuen Produkten sowie diversen Marketinginitiativen im Rahmen der olympischen Spiele 2004 in Athen, wo Swatch präsent sein will.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Geschäftsjahr 2003
Gewinn: 492 Mio. Franken
Umsatz: 3,983 Mrd. Franken
Dividenden-Erhöhung: über 31%
Ausblick: Optimistisch

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